Deadfall
Keine Sorge, dieses Spiel hat nichts mit einem Todesfall zu tun. Im Gegenteil, es handelt sich um die Geburt einer Portierung, welche mithilfe von KI umgesetzt wurde. Deadfall wurde am 08. Juni 2026 veröffentlicht und von Marco van Hylckama Vlieg realisiert. Das Besondere an dem Spiel ist, dass es nicht von der KI erdacht wurde, sondern lediglich portiert. Denn es existierte bereits als Javascript basiertes Spiel.
Aufmerksam wurde ich auf das Spiel über Reddit aber relativ kurze Zeit später war der Beitrag bereits gesperrt, aus unklaren Gründen, trotz viel positivem Feedback.
Atmosphäre / Story

Etwas was an Handlung erinnert gibt es in Deadfall nicht aber ein wenig Atmosphäre kommt durchaus zustande. Wobei dies lediglich eine Denkspielatmosphäre darstellt. Zwischen den Leveln gibt es merkwürdige Katzenbilder, was die mit dem Spiel an sich zu tun haben, weiß ich aber nicht. Doch ist es wahrscheinlich besser irgendwelche Bilder drin zu haben, als gar keine.
2 / 5
Grafik

Die Grafik entpuppt sich als akzeptabel. Diese mag zwar recht rudimentär sein, was am Gameplay liegt aber es gibt ausreichend Variation hinsichtlich der Levelgestaltung und der Hintergründe, auch die kleinen Gegner sind ganz putzig geworden. Verglichen mit dem original Javascript Deadfall steht es dem Spiel auch nicht wirklich in irgendwas nach.
2 / 5
Spielmechanik / Gameplay
Es handelt sich bei Deadfall um ein Geschlichkeits-Puzzlegame. Jedes Level besteht aus verschiedenen Teilen und in jedem Teil gibt es Blöcke die man zerstören muss. Einige Blocktypen können herunterfallen, wenn sich kein Block mehr unter einem befindet, sodass man aufpassen muss keine Kettenreaktion auszulösen. Nicht ganz so komplex wie in Werner Flaschbier aber das eigene Gehirn sollte eingeschaltet sein.

Zudem gibt es Pac-Man-artige Gegner, die sich gerne auf den blobbigen Protagonisten zubewegen. Zur Orientierung gibt es in der Ecke ganz oben rechts eine Minimap, die einem anzeigt in welchem der Quadranten man sich gerade befindet. Ein Stück zu simpel aber insgesamt geht das Konzept schon irgendwie auf. Power-Ups sind mir leider keine begegnet.
2,25 / 5
Musik und Soundeffekte
Es existiert Musik in Deadfall, was schon mal eine positive Überraschung ist. Allerdings gibt es sehr wenig musikalische Abwechslung, was auf Dauer etwas einseitig ist. Das Wenige an Musik, was es gibt, liefert ein düdeliges aber fröhliches musikalisches Klangbild und passt zum Genre. Soundeffekte gibt es nicht allzu viele aber sie sind eindeutig und untermalen die stattfindenden Aktionen passend.
1,75 / 5
Steuerung
Simpel und einigermaßen präzise lässt sich der kleine Blob durch die Umgebungen von Deadfall steuern. Das Zerstören der Blöcke dauert ein bisschen, woran man sich gewöhnen muss aber abgesehen davon ist es eine typische Feld-für-Feld-Steuerung dieses Genres. Lediglich bei herunterfallenden Blöcken sollte man Distanz waren, irgendwie treffen die einen doch manchmal und es war nicht ersichtlich warum genau.
3,75 / 5
Spaßfaktor
Das technische Niveau des Super Nintendo ist mit Deadfall bei weitem nicht ausgereizt, wodurch das Spiel etwas platt erscheint. Aber es fühlt sich tatsächlich nicht wie ein AI-Slop Schrottspiel an. Das Feeling ist eher so, als hätte man das Spiel von einer früheren Konsolengeneration auf den Super Nintendo portiert.

Grundsätzlich geht das Konzept auf und die Spielzeit ist auch völlig in Ordnung. Fortzsetzungsoptionen gibt es nicht aber das ist in Ordnung.
1,5 / 5
Bewertung und Fakten
Was Marco hier mit KI umgesetzt hat, ist wirklich ein gutes Ergebnis. Das Spiel selbst ist natürlich kein revolutionärer Knaller für den SNES, sondern eher ein Spiel, dass sich nach Game Boy oder NES Spiel anfühlt. Das Spielprinzip von Deadfall gab es bisher nicht für SNES und bringt somit definitiv eine Bereicherung in die Welt dieser Konsole.

- Erste KI-basierte Javascript Portierung
- Kein vergleichbares Spielprinzip für SNES
- Keine Power-Ups
- Bisschen plattes Spielprinzip
Insgesamt geht spielerisch alles auf und das originale Javascript-Spiel hinkt dieser SNES-Portierung nicht hinterher und das ist besonders aus technischer Sicht beeindruckend. Für 1-2 Spielabende reicht Deadfall allemal, ohne jemanden vom Hocker zu hauen.
Genre: Puzzle / Geschicklichkeit
Preis: Gratis zum Download
Schwierigkeit: Mittel
Atmosphäre / Story: 2 / 5
Grafik: 2 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2,25 / 5
Musik und SFX: 1,75 / 5
Steuerung: 3,75 / 5
Spaßfaktor: 1,5 / 5
Gesamt: 2,13 / 5
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