Rotatron
Rotatron wurde von Marco van Hylckama Vlieg programmiert und portiert und am 12. Juni 2026 veröffentlicht. Dieses Homebrew wurde genau wie Deadfall mithilfe von KI portiert, wodurch es momentan noch etwas Besonderes darstellt aus technischer Sicht. Aber taugt Rotatron auch spielerisch etwas?
Atmosphäre / Story

Mit einer richtigen Handlung wird man in Rotatron nicht verwöhnt, weder ein Intro noch irgendein erklärender Text werden geliefert. Ist aber in diesem Knobel-Puzzle Genre auch gar nicht so wichtig. Aber eine solide Denkatmosphäre entsteht dennoch und das konsistente Weltraumdesign kann einen durchaus fesseln.
3 / 5
Grafik
Dieses Spiel hat keine große Notwendigkeit für eine aufwändige grafische Präsentation, doch was Rotatron liefert, sieht dennoch nicht verkehrt aus. So kriegt man unterschiedliche Hintergründe serviert, welche sich bewegen und die Weltraumatmosphäre unterstreichen.

Die Anzeigen funktionieren und sind einwandfrei lesbar. Ganz selten kann es vorkommen, wenn man zu viele Hexagons (Hexagone?) auf einmal löst, dass alles etwas ins Stocken gerät. Aber das passiert so selten, dass es nicht wirklich relevant ist. Beim Drehen der Hexagons läuft alles flüssig und das ist der wichtige Teil.
2,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay
Es handelt sich bei diesem Spiel um ein auf den ersten Blick nicht so außergewöhnliches Spielprinzip. Aber wenn man erstmal angefangen hat Rotatron zu spielen, bemerkt man, dass da doch etwas mehr dran ist als man glaubt. Denn einfach nur 6 Dreiecke gegen oder im Uhrzeiger zu drehen, um ein Hexagon hinzukriegen, welches eine einzige Farbe hat, ist erstaunlich schwierig.

Man muss etwas um die Ecke denken und das ist mit einer hexagonalen Zielfigur viel schwieriger als es auf einem Screenshot darstellbar ist. Währenddessen läuft auch noch die HEAT-Anzeige ab (also mehr oder weniger die Zeitanzeige), welche einen unter Druck setzt. Schafft man es eine Stufe weiter, kommt auch eine weitere Farbe hinzu und dann wird es wirklich hart.
Das Einzige, was mich wirklich daran stört, ist die Farbwahl, denn die Farben ähneln sich im späteren Verlauf des Spiels ein Stückchen zu sehr. Mit Farben wie blau-grün, hellgrün und dunkelblau nebeneinander, kann man schnell den Überblick verlieren. Da hätten distinktere Farben ins Spiel kommen müssen. Aber trotzdem bleibt das Spielprinzip von Rotatron komplex und faszinierend.
3,5 / 5
Musik und Soundeffekte
Es gibt in diesem Homebrew glücklicherweise Musik allerdings nicht besonders viel. Die Unterschiede zwischen den etwas unmelodischen Tracks nimmt man kaum wahr, da sie nicht nur arhythmisch, sondern auch etwas leise sind.
Das Drehgeräusch des Hexagons hört man sehr häufig im Spielverlauf aber es klingt angenehm. Eventuell hätte man dies noch ändern können von Level zu Level, um mehr auditive Abwechslung einzustreuen, aber das ist vielleicht schon zu viel verlangt.
2 / 5
Steuerung
Hinsichtlich der Steuerung kann man sich über nichts beschweren, man wählt einen Punkt und dann dreht man mit der einen Taste im Uhrzeigersinn oder mit der anderen Taste gegen den Uhrzeigersinn. Pause drücken geht auch, das war es und mehr benötigt man nicht, ähnlich wie in Tetris.
5 / 5
Spaßfaktor
Es überrascht mich schon sehr, wie gut das Spielkonzept von Rotatron aufgeht und wie sehr es den Spieler fesseln kann. Die Kombination aus Weltraumdesign, Neonfarben und leicht hypnotischer Musik kreieren eine schöne Knobelumgebung aus der man gar nicht so schnell raus möchte.

Aber der durchaus anspruchsvolle Schwierigkeitsgrad, welcher direkt nach dem ersten Level zu spüren ist, zieht etwas zu schnell an. Das hätte sich ruhig etwas gemächlicher entwickeln können, denn nur das zweite Level zu schaffen, hat meinerseits zu vielen Versuchen geführt. Eine Möglichkeit das Spiel fortzusetzen besteht nicht. Wie viele Level das Spiel hat, konnte ich nicht herausfinden. Weiter als Level 3 habe ich es nicht geschafft und jegliches Videomaterial, dass ich finden konnte, geht nicht über Level 4 hinaus.
3 / 5
Bewertung und Fakten
Was Marco hier konzipiert und portiert hat kann sich absolut sehen lassen. Verglichen mit den meisten SNES Homebrews könnte ich mir Rotatron sogar als Modul vorstellen, denn das Konzept zieht einfach richtig gut, lediglich der Schwierigkeitsgrad ist etwas frech.
- Überraschend fesselndes Spielprinzip
- Kein vergleichbares Spielprinzip für SNES
- Spaciges Design
- Stark steigender Schwierigkeitsgrad
- Farbwahl der Dreiecke zu ähnlich
Das Spielkonzept macht süchtig und die Aufmachung passt dazu, wobei sich hinsichtlich der Gestaltung, speziell was den Audiobereich angeht noch viel machen ließe. Glücklicherweise merkt man dem Spiel nicht an, dass es per KI-Unterstützung portiert wurde.
Genre: Puzzle / Geschicklichkeit
Preis: Gratis zum Download
Schwierigkeit: Schwer bis Extrem schwer
Atmosphäre / Story: 3 / 5
Grafik: 2,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 3,5 / 5
Musik und SFX: 2 / 5
Steuerung: 5 / 5
Spaßfaktor: 3 / 5
Gesamt: 3,17 / 5
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