Spindizzy Worlds

Ursprünglich wurde Spindizzy Worlds für Amiga und Atari ST im Jahre 1990 veröffentlicht. 1992 folgte dann die Veröffentlichung für SNES. Entwickelt und veröffentlicht wurde diese Portierung von ASCII Entertainment.

Atmosphäre / Story

Wie so oft sparen sich geschicklichkeitsorientierte Puzzlespiele eine Handlung, denn diese wird für ein derartiges Gameplay nicht benötigt. Spindizzy Worlds liefert eine interessante, offensichtlich vom Amiga stammende Gestaltung mit einem etwas chaotischen Sci-Fi Flair, der sich quer durch das Spiel zieht. Die gelungene Kombination aus Action und Nachdenken resultieren in einer überdurchschnittlichen Spielatmosphäre. Typisch für dieses Genre. Aber die eine oder andere Illustration oder ein erklärender Text hätten trotzdem nicht geschadet.
4 / 5

Grafik

Für ein isometrisches Spiel auf dem Super Nintendo fällt die Grafik nicht schlecht aus und erinnert etwas an Populous, mit dem Unterschied, dass Detailgrad und Performance deutlich besser ausfallen. Lediglich die eher nach 8-Bit-Spielen aussehende Farbgebung, mit deutlich sichtbaren Pixeln, drückt das Erscheinungsbild ein wenig aber der Knobelei schadet dies insgesamt nicht.

Kleine Puzzle im Garten lösen.

Die wenigen Gegner, die es gibt, sehen etwas lustig aus und bewegen sich in leicht abgehackten Mustern. Trotz des starken Puzzlefokus hat ASCII Entertainment sich viel Mühe gegeben, die Level unterschiedlich zu gestalten, was wirklich angenehm rüberkommt und jedes Level einzigartig wirken lässt.
2,75 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Der Kreisel, den man spielt, muss entweder goldene Sternchen einsammeln oder Kügelchen, um in den nächsten Levelabschnitt zu kommen. Manchmal spielt Zeit auch eine Rolle. Aufgrund der Kreiselsteuerung gestaltet sich dies interessant und herausfordernd.

Um das zu erreichen ist jedes Level einzigartig gestaltet und ich war im Laufe des Spiels zunehmend verblüfft, wie viel Variation das Gameplay in seinen Rätselstrukturen mit sich bringt. Dies ist den Hindernissen, Schaltertricks, Gegnern und physikalischen Spielereien geschuldet und diese machen das Spiel erstaunlich vielseitig.
4,25 / 5

Musik und Soundeffekte

Besonders im Aspekt der Musik merkt man, dass es sich bei Spindizzy Worlds um eine Amiga- bzw. Atari-Portierung handelt, denn die Kompression ist hörbar aber stört nicht so sehr wie in einigen anderen Portierungen. Einige Lieder sind von der Melodie her gar nicht schlecht, besonders da die Lieder meist keine kurzen Loops sind, sondern etwas länger ausfallen. Der leichte Blechdosenklang macht dies glücklicherweise nicht zunichte.

Mir persönlich gefallen die Soundeffekte sehr, sie sind passend und klingen nach abstrusem Sci-Fi. Sofort musste ich an den bizarren Science-Fiction-Film Chronopolis denken, welcher teilweise ähnlich klingende Soundeffekte enthält.
3,21 / 5

Steuerung

Ohne Stick einen Kreisel zu steuern, fühlt sich zu Beginn sehr merkwürdig an und ziemlich wackelig. Doch recht schnell durchschaut man die Steuerungspräzision des Kreisels und dann ist es plötzlich gut möglich genau aber auch schnell zu steuern.

Oh oh, was haben wir denn hier für ein Symbol?

Die Tatsache, dass man den Kreisel in Spindizzy Worlds auch abbremsen oder beschleunigen kann (und muss) machen die Steuerung komfortabler und irgendwie intuitiver. Einzig das Drehen der Kamera ist etwas nervig, weil es einen Moment dauert und immer in Sprüngen von 45 Grad stattfindet. Andererseits benötigt man dies glücklicherweise nur sehr selten.
4,5 / 5

Spaßfaktor

Ein etwas hakeliger Einstieg aber sobald man heraus hat wie Spindizzy Worlds funktioniert, muss man zugeben, dass das Spiel ziemlich unterhaltsam ist. Es überrascht einen mit immer neuen und unberechenbaren Ideen. Trotzdem bleibt das Spiel immer performant, interessant und wird nie zu schwierig.

Auf mehreren Ebenen kann einem wirklich dizzy werden.

Man kann sich selbst aussuchen welches Level man spielen möchte und falls man nicht klarkommt, kann man dieses verlassen und auf ein anderes zugreifen. Obendrein kann der Spielfortschritt per Passwortsystem fortgesetzt werden. Spindizzy Worlds ist zudem ziemlich umfangreich und umfasst 30 Level, welche je in Unterabschnitte gegliedert sind und bietet somit einen sehr guten Umfang für dieses Genre.
4 / 5

Bewertung und Fakten

Meine Güte. Als ich das Spiel zum ersten Mal eingelegt hatte, dachte ich mir „oh boy, wahrscheinlich bin ich nach 10 Minuten gelangweilt und werde mich dann durch den Testbericht quälen“ – aber nein! Spindizzy Worlds war echt eine interessante Spielerfahrung mit einer unglaublichen Menge an Varianz und einer teilweise simplen aber interessanten audiovisuellen Gestaltung.

Gegner kommen später hinzu, obwohl diese nicht viel tun.
  • Erstaunlich kreativ
  • Cooles, ungewöhnliches Sounddesgin
  • Gute Steuerung
  • Etwas flache Grafik
  • Seltsame Kameradrehung

Wer keine Schalterrätsel mag oder generell eher auf grafisch anspruchsvollere Spiele steht, dem wird dieses Game nicht munden aber jedem anderen sei dieser ungewöhnliche Titel eine Empfehlung.

Genre: Puzzle-Action / Arcade / Geschicklichkeit
Preis: circa 14€ bis 20€ auf ebay
Schwierigkeit: Mittel

Atmosphäre / Story: 4 / 5
Grafik: 2,75 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 4,25 / 5
Musik und SFX: 3,21 / 5
Steuerung: 4,5 / 5
Spaßfaktor: 4 / 5

Gesamt: 3,79 / 5

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