The Adventures of Mighty Max

Dieses in Großbritannien entwickelte Spiel wurde von Ocean Software vertrieben und wurde für SNES und SEGA Mega Drive veröffentlicht. The Adventures of Mighty Max erschien 1994 in der PAL-Region und 1995 in Nordamerika und wurde Japan vorenthalten. Entwickelt wurde das Spiel von WJS Design. Auch dieses Spiel ist ein Spiel zu einer Serie, nämlich zu Mighty Max, diese lief in den 90er Jahren bei uns im Fernsehen.

Atmosphäre / Story

Von Beginn des Spiels an direkt keine Spur Handlung und zwischen den Leveln wird es nicht besser. Es geht einfach los, nachdem man sich für einen der 3 Protagonisten entschieden hat. Lediglich ein paar Outro Bildchen existieren, in denen der Skullmaster als Antagonist offenbart wird. Wahrscheinlich ist dies eins dieser Spiele, dessen Handlung nur der Anleitung entnommen werden kann.

Generell geht es in der Serie darum, dass Max eine magische Cap hat, die es ihm ermöglicht in andere Dimensionen zu reisen, welche komischerweise sehr der Erde ähneln.

Eine vage Form von abenteuerlicher Cartoon Atmosphäre taucht zwar auf aber diese wird von dem generellen Chaos des Spiels radikal untergraben und fühlt sich ziemlich nach nichts an. Eventuell gibt es hier irgendeine Liebe zum Detail, welche Fans der Serie entdecken werden aber ohne die Serie zu kennen, ist das schwierig zu beantworten.
2 / 5

Grafik

Es gibt Hintergründe, die vielschichtig sein können aber nicht in jedem Level und das ist wahrscheinlich der einzig positive Aspekt an The Adventures of Mighty Max. Denn die Gegnergrafiken sehen alle sehr merkwürdig aus und passen stilistisch nicht einwandfrei zueinander.

Da hat jemand nicht aufgeräumt.

Doch das allgemeine Design ist fürchterlich. Alles ist chaotisch und farblich sehr schlecht aufeinander abgestimmt, was das schlechte Leveldesign noch verwirrender gestaltet, da alles gewissermaßen gleich aussieht. Das Vulkanlevel verursacht übrigens Augenschmerzen, da sich farblich alles im Rot-Spektrum befindet. Lediglich die Performance ist ok aber das ist ein Wermutstropfen auf die optische Grütze, die hier serviert wird.
2 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Oh nein, das Spielprinzip ähnelt dem von Die Schlümpfe reisen um die Welt. Man muss zwar keine Kristalle einsammeln aber Gegenstände auf Ballons werfen, damit diese in Portalen landen – was insgesamt auf das Gleiche hinausläuft. Die Level werden hierbei am Stück geladen und man muss ein wenig hin und her gehen, um alle zu finden. Manchmal müssen auch mal Schalter umgelegt werden und die Gegner tauchen endlos auf.

Immer wieder Gegenstände werfen, weil die Waffe nix taugt.

Leider bleibt man in Mighty Max ziemlich orientierungslos aufgrund des chaotischen Leveldesigns, welches deutlich nerviger ausfällt als im zweiten Schlümpfe Spiel. Besonders da auch noch die Zeit läuft und nicht sonderlich großzügig ist.

Belanglose Wahl.

Gegner können per Schuss oder per Wurf von Gegenständen erledigt werden, beides funktioniert mehr schlecht als recht. Obendrein gibt es zwar 3 spielbare Charaktere, doch diese unterscheiden sich spielerisch nicht.
1,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Gerade mal 8 Lieder bringt der Soundtrack von The Adventures of Migthy Max zustande. Nicht zu wenig aber auch nicht sonderlich viel. Besonders die Titelmelodie ist richtig fetzig und mit Abstand das beste Lieder im Spiel. Der Rest der Musik ist ganz in Ordnung und fällt nicht so katastrophal einseitig aus wie das Gameplay dieses Spiels.

Leider retten die SFX das Spiel nicht, denn diese klingen teilweise nach generischen Störgeräuschen, was alles anderes als sympathisch ist.
3,17 / 5

Steuerung

Ich habe mich schon häufiger dazu geäußert, dass es ein merkwürdiges Spielgefühl ist, wenn der Protagonist höher springt, als weit aber es so mit dieser Tatsache zu übertreiben, wie in Mighty Max ist mir noch nie begegnet auf diesem Konsolensystem. Man springt hier grundsätzlich so hoch, dass man den Boden unter den Füßen nicht mehr sehen kann. Aber lediglich circa 3 Körperlängen weit. Vollkommen absurd. Als würde an der Decke ein Magnet kleben.

Da verliert man den Boden unter den Füßen…

Leider ist auch der Rest der Steuerung ziemlicher Scheiß, denn Schießen kann man nur in der Horizontale, obwohl man ständig Gegner hat, die direkt über einem schweben. Obendrein muss man häufig Gegenstände werfen, deren Wurfentfernung schwer einzuschätzen ist. Wirklich frustrierend.
1,75 / 5

Spaßfaktor

Generell versuche ich ja selbst dem bescheuertstem Spielkonzept was Gutes abzugewinnen. Doch im Fall von Mighty Max bin ich wirklich ratlos, was das sein soll. Es ist verrückt, dass das Spielkonzept von Die Schlümpfe reisen um die Welt in diesem Spiel noch schlechter umgesetzt wurde. Besonders die Tatsache, dass sich hier nichts von selbst erklärt, was zumindest bei den Schlümpfen der Fall ist, sorgt obendrein noch für einen viel zu hohen Einstiegs-Frustfaktor.

Levelwahl zu Hause.

Ein bisschen Abwechslung durch coole Bosskämpfe? Weit gefehlt! Bosse oder einen Endgegner gibt es nicht! Der Skullmaster ist zwar prinzipiell der Oberbösewicht hier aber er wird nach dem letzten Level nur in einer Zwischensequenz bekämpft, welche nicht interaktiv ist! Welch ein Schlag ins Gesicht für den Spieler!

Wäre doch wenigstens ein spielerischer Unterschied zwischen den Charakteren vorhanden oder eine 2-Spieler-Option – aber nein! Das Spielprinzip ist so witzlos in Kombination mit der Levelgestaltung, dass man eigentlich nur eine gewisse Neugier dafür entwickelt, wie bescheuert wohl das nächste Level sein wird. Das einzig akzeptable an dem Spiel ist, dass man es per Passwort fortsetzen kann… aber wer will diesen Müll schon fortsetzen?
1 / 5

Bewertung und Fakten

Mit tiefstem Schrecken bin ich beeindruckt, wie mit The Adventures of Mighty Max ein Spielkonzept realisiert wurde, das Ocean Software damals abgesegnet hat und obendrein noch durch die Qualitätssicherung kam. Hätte ich damals die Wahl gehabt zwischen diesem Spiel und Mathehausaufgaben, ich glaube, ich hätte mich für letzteres entschieden.

Fahrende Plattformen sind bei dieser Steuerung keine Freude.
  • Laggt nicht
  • Steuerung
  • Spielprinzip
  • 3 Charaktere ohne Unterschiede
  • Keine Handlung
  • Chaotisches Design

So eine verkackte Art zu Springen, kombiniert mit dem chaotischsten Leveldesign, das mir seit langem begegnet ist und dann noch die nutzlose Option zwischen 3 Charakteren zu wählen, die alle gleich sind, fühlen sich an wie ein Tritt in die Eier. Da spiele ich deutlich lieber halbgare Homebrews, die sind wenigstens schnell vorbei!

Genre: Jump and Run
Preis: circa 15€ bis 20€ bei ebay
Schwierigkeit: Schwer

Atmosphäre / Story: 2 / 5
Grafik: 2 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 1,5 / 5
Musik und SFX: 3,17 / 5
Steuerung: 1,75 / 5
Spaßfaktor: 1 / 5

Gesamt: 1,90 / 5

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