Werner Flaschbier

Ein C64 Klassiker erblickte 1985 das Angesicht der frühen Gamingwelt. Im Original stammt das Spiel von Peiselulli. Im Dezember 2025 veröffentlichte Svambo seine originalgetreue Portierung des Spiels – 40 Jahre nach Veröffentlichung.

Atmosphäre / Story

Es geht um Werner und Flaschenbier aber handlungstechnisch kriegt man davon nicht wirklich etwas mit. Noch weniger von den Gegnern oder wo er da eigentlich herumläuft. Das einzige Bisschen an Atmosphäre entsteht durch die intensive Knobelei, wie oft bei Denkspielen. Handlung ist in dem Genre natürlich auch weniger relevant, würde aber natürlich nicht schaden.
1 / 5

Grafik

Die Originalgrafik wurde in dieser Portierung von Werner Flaschbier übernommen. Somit sieht es einfach nach C64 aus, was auf dem Super Nintendo zu altbacken anmutet. Aufgrund der Tatsache, dass sich alle Figuren Feld für Feld bewegen und nicht in einem flüssigen Bewegungsablauf, sieht ziemlich ungewohnt aus.

Einige Level sind echt überladen mit Gegnern aber es ist am Ende leichter als es aussieht.

Es hat länger gedauert als erwartet die Spielergrafik zu verstehen, ich musste diese echt lange betrachten um zu verstehen, dass der obere Teil Werners Nase sein soll. Was ich gesehen habe war, dass der obere Teil ein Helm ist und der schwarze Teil dazwischen als dunkelgetöntes Visier betrachtet und mich gefragt, was das mit Werner zu tun haben soll… naja C64 Grafik erfordert etwas Fantasie.
0,25 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Man muss in Werner Flaschbier vom Startpunkt zum Ziel gelangen. Das Ziel ist seine Flasche, welche für meinen Geschmack mehr wie ein Parfümflakon aussieht, aber so war zu C64-Zeiten. Die Felder, die nach Dreck aussehen sind Erde, welche man beim Hindurchgehen wegbuddelt. Die Steine fallen immer nach unten, insofern sich keine Erde unter Ihnen befindet aber nicht sofort, sondern mit geringer Verzögerung. Dadurch können große Lawinen ausgelöst werden und wie die Steine fallen ist gar nicht so offensichtlich.

Das erste Level ist eine unfassbar große Einstiegshürde.

Zusätzlich gibt es noch Gegner, welcher ziemlich starr ihren vorgefertigten Pfaden folgen und nicht auf den Spieler zusteuern. Man hat unendlich viele Versuche – und trotzdem ist das Spiel hart!
2 / 5

Musik und Soundeffekte

Rein musikalisch beginnt Werner Flaschbier auf dem Titelbildschirm mit einer überraschend guten Melodie. Das erste Level verfügt über eine sehr düdelige Variante der Pink Panther Theme, welche nicht unterbrochen wird, wenn man stirbt oder so. Und siehe da, im nächsten Level kriegt man immer noch dasselbe Lied zu hören. Oh ja, das Lied zieht sich durch das gesamte Spiel und wird irgendwo zu einem unerträglichen Fiebertraum… und muss ausgeschaltet werden.

Im Gegensatz zur C64-Version verfügt diese SNES-Portierung jedoch über keinerlei Soundeffekte. Ich frage mich wieso? Nicht, dass dies das Soundbild großartig gerettet hätte aber ohne fehlt einfach was.
0,75 / 5

Steuerung

Man steuert einfach nur, Angriffe gibt es nicht. Es gibt einen Reset-Suizid-Button, um schneller das Level neu zu starten. Wie die Richtungsabfrage verläuft, ist allerdings etwas schräg, sodass man gelegentlich das Gefühl erhält, der Input wird nicht ganz korrekt oder schnell genug registriert, was sich besonders in Passagen bemerkbar macht, in denen man schnell um Ecken huschen muss. Ein Aspekt, der in einigen Passagen frustriert. Man bewegt sich auch nicht flüssig, Pixel für Pixel, sondern Feld für Feld, was schnelle präzise Manöver schwieriger gestaltet.
2,5 / 5

Spaßfaktor

Spielerisch gibt es ein großes Problem, das ist die enorme Einstiegshürde, gerade das erste Level entpuppt sich als abartig schwierig und bietet somit einen fürchterlich frustrierenden Einstieg. Die folgenden Level sind zwar zum Teil ebenfalls sehr anspruchsvoll aber es gibt viele Level dazwischen die deutlich simpler ausfallen. Das sorgt für einen sehr unausgewogenen Ablauf.

Dies war eines der leichteren Level, mit hoher Geschwindigkeit und gutem Timing, klappt es beim ersten Versuch.

Hat man den Dreh raus, kann Werner Flaschbier durchaus fesselnd werden, denn es ist in erster Linie ein Rätselspiel und damit kommt einfach der Knobeldruck und das befriedigende Gefühl ein Rätsel endlich geknackt zu haben. Würde das Spiel doch bloß einen Einstieg bieten, der nicht so eine fürchterliche Hürde darstellt. Aber so war das früher…
1 / 5

Bewertung und Fakten

Werner Flaschbier ist ein relevantes Spiel aus Svambos Kindheit. Alleine das ist natürlich eine relevanter Grund es auf seine Lieblingskonsole zu portieren und dafür möchte ich ihm meinen Dank aussprechen.

Über 999 Versuche hinauszukommen ist möglich…
  • Endlos viele Chancen
  • Intensive Knobelei
  • Extrem rudimentäres Design
  • Noch simpleres Gameplay
  • Keine Soundeffekte

Aber das Spiel ist und bleibt auf C64-Niveau, was man in jeder Facette spürt. Daher wird Werner Flaschbier nicht allzu viele SNES-Spieler abholen, bis auf die Leute, die gerne was Neues erleben oder gerne knifflige Knobelgames auf sich nehmen. Das erste Homebrew des Jahres 2026.

Doch eine für SNES angepasste Version könnte durchaus was vom Zaun reißen. Mit neuen Grafiken, Soundeffekten, paar mehr Musikstücken und einer mehr zur Schwierigkeit passenden Levelreihenfolge.

Genre: Puzzle-Action / Arcade
Preis: Gratis zum Download
Schwierigkeit: Mittel bis extrem schwer

Atmosphäre / Story: 1 / 5
Grafik: 0,25 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2 / 5
Musik und SFX: 0,75 / 5
Steuerung: 2,5 / 5
Spaßfaktor: 1 / 5

Gesamt: 1,25 / 5

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