Porky Pigs Haunted Holiday

Hier haben wir eines der weniger bekannten Looney Toons Spiele für Super Nintendo. Porky Pigs Haunted Holiday wurde 1995 von Sunsoft veröffentlicht und von Phoenix Interactive Entertainment entwickelt. Schweinchen Dick in einem Horror Jump and Run?

Atmosphäre / Story

Kurz bevor unser speckiger Protagonist in den Urlaub fährt, hat er Nachts Alpträume und wird irgendwie in diese hineingesaugt. Durch diese Alpträume muss man das Schweinchen Dick in Porky Pigs Haunted Holiday navigieren.

So hat man damals seine Urlaube geplant…

So eine Story ist ziemlicher Müll, gerade da kein Antagonist klar wird und das Ziel indirekt das Aufwachen aus dem Alptraum ist. Dennoch kommt in dem Spiel eine gute Alptraum-Atmosphäre zustande. Dies ist der Mischung aus schwammiger Steuerung, merkwürdigen Gegnern, feindlicher Umgebung und ungewöhnlicher Musik geschuldet, welche durchaus etwas zu dem Feeling beiträgt.
4 / 5

Grafik

Die 3D-Illusion ist nicht verkehrt.

Die meisten Animationen und Sprites sehen ziemlich hässlich aus. Je nach Bewegung habe ich Probleme Schweinchen Dick überhaupt als Schwein zu identifizieren. Dann andererseits strotzt das Spiel vor ziemlich schönen 3D-Tiefeneffekten, wie der sich drehende Turm oder Kugeln, die sich an Ketten im Kreis drehen. Zudem bietet das Spiel sehr große Boss Sprites.

Anscheinend ist es Weihnachten und Porky begibt sich in den verwunschenen Wald.

Dennoch sind die Bewegungsabläufe scheußlich lahm, durch zu filmische Animationen. Auch das Leveldesign ist häufig nicht besonders ansprechend und die Hintergründe sind reichlich unscharf für ein Spiel dieser Art. Wirklich nervig ist auch die unregelmäßig beschnittene Auflösung des Spiels, die man gut an den schwarzen Rändern meiner Screenshots erkennt. Mal links, mal rechts, mal alles auf einmal.
2,5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Merkwürdige Beschneidung der Auflösung.

In Porky Pigs Haunted Holiday kann man Springen und Sterben. Das war es auch schon, denn Porky hat keinerlei Skills oder Waffen. Ok, er kann Obst werfen, vorausgesetzt man kriegt es hin dieses einzusammeln. Da die Wurfanimation aber viel zu ausschweifend ist, sehr lange dauert und der Wurf sehr unpräzise abläuft, habe ich diesen selten genutzt. Denn es hat mir eher geschadet Obst zu werfen… soll das Schweinchen sein Obst doch lieber mal essen… wenigstens die Bosskämpfe sind einigermaßen kreativ.
2,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Die Soundeffekte klingen scheußlich in Porky Pigs Haunted Holiday… aber ich bin mir nicht sicher, ob dies nicht Absicht ist? Schließlich ist es ein Spiel im Grusel-Alptraum Setting. Andererseits klingt es einfach nicht angenehm und oft sogar unpassend.

Ähnlich verhält es sich mit der Musik, bis auf in Level 3 (Atlantis), dort finde ich die Melodie seht gut gelungen und diese hat etwas theatralisch-traumhaftes, ähnlich dem legendären Unterwasser Lied aus Donkey Kong Country. Dennoch ist die Musik insgesamt nicht schön für die Ohren und wirklich nur in Ausnahmen angenehm. Zur Atmosphäre tragen die Lieder aber alle etwas bei.
2,28 / 5

Steuerung

Wie in einem Alptraum steuert sich auch Schweinchen Dick in Porky Pigs Haunted Holiday. Aber nicht immer auf die schlimme Art, denn manchmal passt es durchaus. Trotzdem ist gerade die Hitdetection mäßig gelungen, speziell das Draufspringen auf die Gegner muss sehr genau erfolgen, genau wie auf diverse Plattformen.

Der Wurf ist eine Katastrophe, der geworfene Apfel sollte den grünen Schuh links treffen, er befindet sich aber bei der ersten Treppenstufe links.

Schlimm ist auch einfach der Kontrast aus langsamem Protagonist und sehr agilen Gegnern, die plötzlich ins Bild springen und einen natürlich treffen…
2,5 / 5

Spaßfaktor

Boah schwierige Nummer, nicht nur aufgrund des schlecht ausbalancierten Schwierigkeitsgrads. Einige Stellen sind wirklich wie aus einem Alptraum.

Merkwürdige Grafikkombination, mit unscharfen Brunnen aber scharfer Kurbel.

Spielerisch ist es einfach nicht wirklich gut, andererseits wird die Alptraum Experience hier relativ ordentlich umgesetzt und einige Klischees werden gut bedient. Am Ende kommt durchschnittlicher Spielspaß zustande. Bescheuert ist nur, dass das Spiel nicht gerade ein kurzes Jump and Run ist, man aber trotzdem nicht speichern kann und auch keine Passwörter erhält.
2,75 / 5

Bewertung und Fakten

Ein Mangel an spielerischen Optionen, gepaart mit mäßiger Steuerung und Hitdetection, einer inkonsisten Grafik und wechselnder Auflösung, gestalten Porky Pigs Haunted Holiday zu einem äußerst gewöhnungsbedürftigem Alptraumszenario.

Diese ollen Berge im Hintergrund 😀
  • Teils gute 3D- Darstellungen
  • Alptraum Feeling
  • Ekliger Grafikstil
  • Protagonist der nichts kann
  • Komische Hitdetection

Irgendwas an diesem Spiel macht es zu etwas Besonderem, dass ich geringfügig zu schätzen gelernt habe… aber wirklich genießen kann man Schweinchen Dicks Solotitel eher wenig. Nur Leute, welche die Looney Toons lieben oder auf Traumszenarien stehen, sollten sich an Porky Pigs Haunted Holiday versuchen.

Genre: Jump and Run
Preis: circa 33€ bis 50€ bei ebay für die PAL-Version
Schwierigkeit: Mittel bis schwer

Atmosphäre / Story: 4 / 5
Grafik: 2,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2,5 / 5
Musik und SFX: 2,28 / 5
Steuerung: 2,5 / 5
Spaßfaktor: 2,75 / 5

Gesamt: 2,78 / 5

Submit your review
1
2
3
4
5
Submit
     
Cancel

Create your own review

SNES-Testberichte.de
Average rating:  
 0 reviews

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *.

*
*
You may use these <abbr title="HyperText Markup Language">HTML</abbr> tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

neun − 7 =