3x3 eyes PAL Repro

3×3 Eyes: Juuma Houkan

3×3 Eyes = 9 Eyes? Dies ist der Name einer Manga- und Anime Reihe, die 1987 ihren Anfang nahm. 1995 veröffentlichte dann Banpresto das Spiel 3×3 Eyes: Juuma Houkan, ein handlungsgetriebenes Adventure mit wenigen Actionelementen.

Atmosphäre / Story

Der Protagonist Yakumo sucht nach 2 verschwundenen Mädels. Dabei lernt Yakumo, dass es anscheinend böse Mächte gibt, welche die Kräfte der 2 Mädchen ausnutzen wollen und so entpuppt sich die Investigation als Reise durch mehrere Länder.

Das ist mal ein gemütlicher Shop.

So richtig sauber erklärt wird die Story trotz sehr gutem Übersetzungspatch leider nicht. Wahrscheinlich erklären sich viele Dinge von selbst, wenn man die Anime oder Manga Reihe kennt. So aber bleibt die Geschichte von 3×3 Eyes: Juuma Houkan zwar irgendwie interessant aber nichts Besonderes.

Mit den Bewohnern der Orte, die man durchstreift, können viele Dialoge geführt werden, häufig nachdem man etwas erreicht hat und wieder zurückkehrt. Das ist angenehm und macht das Spiel etwas lebendig.

Intro der Serie 3×3 Eyes.

Wie authentisch das Spiel am Originalmaterial ist, kann ich nicht sagen. Viele Charaktere werden nicht richtig vorgestellt, mehr oder weniger so als würde man einfach eine Folge der Serie gucken ohne die Vorgeschichte zu kennen.
3,25 / 5

Grafik

Der wahrscheinlich beste Aspekt an 3×3 Eyes: Juuma Houkan ist die Grafik. Extrem detaillierte Umgebungen wie hier erwarten einen sonst in kaum einem Spiel. Häufig hat man den Eindruck, man könnte einen leicht pixeligen Cartoon gucken. Gerade in den Kampfszenen werden einige Angriffe äußerst framereich animiert, wie man es selten auf dem SNES zu sehen kriegt.

Die Animationen der Charaktere sind alle durchweg flüssig und wirken sehr lebendig.
5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

So schön die Grafik auch ist, so mittelprächtig ist teilweise das Gameplay. Man kann durchaus sagen, dass 3×3 Eyes: Juuma Houkan im Grunde ein Point and Click Adventure ist, nur dass man eben keine Maus hat, sondern den Protagonisten aktiv per Controller steuert. Das bedeutet es geht größtenteils darum Dialoge zu führen, die richtigen Gegenstände zu finden, diese jemandem zu geben oder an richtiger Stelle einzusetzen. Und diese fahde Idee ist gar nicht mal schlecht umgesetzt, gerade zu Beginn des Spiels, da man bei der schönen Grafik einfach die Umgebung erforschen will.

Erinnert an Alien.

Es gibt zwischendurch auch mal Bosskämpfe, diese laufen rundenbasiert ab, obwohl das Spiel kein Rollenspiel ist. Man kann also nicht aufleveln. Da man nicht weiß wie viel Schaden die unterschiedlichen Angriffe machen und auch nicht sieht wie viele Lebenspunkte man hat oder wie viel der Gegner hat, entwickeln sich die Kämpfe zu einem Ratespiel. Einige Angriffe ziehen bestimmten Gegnern mehr ab, andere weniger aber wieso und warum erfährt man nicht. Man muss so lange raten, bis man es richtig macht. Auch, als ich nach Walkthroughs suchte, um das Kampfsystem besser zu verstehen, sah ich, dass alle Letsplayer im Grunde nur zufällige Angriffe tätigten, so wie ich.
3 / 5

Musik und Soundeffekte

Musikalisch hat 3×3 Eyes: Juuma Houkan wenig zu bieten und damit meine ich rein von der Menge her, denn es gibt ziemlich wenige Lieder in diesem Spiel. Dies ist wahrscheinlich der kurzen Spiellänge geschuldet. Dass bisschen Musik ,was da ist, erweist sich als durchaus atmosphärisch aber nicht übermäßig komplex. Die Soundeffekte sind ganz gut, gerade die Voicesamples überraschen positiv.
3,25 / 5

Steuerung

Die Steuerung des Spiels ergreift man intuitiv ganz gut. Man kann normal springen und laufen ist zum Glück auch möglich. Auch, wenn das Laufen und Springen häufig ein merkwürdiges rutschiges Momentum mit sich zieht.

Gegenstände hebt man auf indem man nach OBEN drückt.

Was teilweise etwas schwierig ist, ist das Erraten, wann man was drücken soll. Teilweise muss man nach UNTEN drücken oder OBEN um Dinge aufzuheben, teilweise Dinge die man nicht unbedingt sieht. Aber so dramatisch ist das auch wieder nicht.

Das Werfen von Objekten, was teilweise nötig ist, erfolgt in einem komischen Winkel, dessen Distanz man schätzen muss oder der Gegenstand ist verschwendet, dafür muss man anfangs ein Gefühl entwickeln. Die Menüführung ist einwandfrei.
3,75 / 5

Spaßfaktor

Das Spiel bereitet durchaus Spielspaß, das kann man nicht leugnen, auch wenn viele Aspekte nicht gut ausgearbeitet wurden. 3×3 Eyes: Juuma Houkan macht Laune, da es ziemlich einzigartig für den SNES ist. Ein derartiges Spiel existiert sonst nicht für den Super Nintendo. Speziell die Erkundungsatmosphäre des ersten Levels empfinde ich als äußerst gelungen. Danach scheint das Spiel etwas seinen Fokus zu verlieren.

Leider weiß ich nicht sonderlich viel über die Charaktere aber die Dialoge sind trotzdem gut.

Die Kämpfe sind teilweise haarsträubend unklar aber wenigstens schön anzusehen. Wer das Spiel ein mal durchgespielt hat, wird hier keinen Wiederspielwert drin erkennen, außer man möchte sich an der Grafik erfreuen. Die Spieldauer liegt bei circa 3 Stunden.
3,5 / 5

Bewertung und Fakten

3×3 Eyes: Juuma Houkan ist ein Unikat auf dem SNES, die Atmosphäre, die grafische Darstellung und einige Ideen sind konkurrenzlos. Nur leider ist das Gameplay etwas dünn ausgefallen und lässt einen vor allem im zweiten Level ziemlich hängen.

Oh yeah, Mumien!

Für die extrem kurze Spieldauer von circa 3 Stunden lohnt es sich aber schon, das Spiel mal durchzuzocken. Es wäre besser gewesen, wenn das Spiel ein paar mehr Ideen gehabt hätte und noch mind. 2 Level mehr. Dennoch für jeden eine Empfehlung, der Lust auf Soft-Horror hat.

Genre: Adventure
Preis: Unklar
Schwierigkeit: Mittel

Atmosphäre / Story: 3,25 / 5
Grafik: 5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 3 / 5
Musik und SFX: 3,25 / 5
Steuerung: 3,75 / 5
Spaßfaktor: 3,5 / 5

Gesamt: 3,63 / 5

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