Armored Police Metal Jack Japanisches Modul

Armored Police Metal Jack

Hierbei handelt es sich um eine in Deutschland nie erschienene Anime Serie von 1991. Bereits 1992 erschien das erste Super Nintendo Spiel zu Armored Police Metal Jack, welches von ATLUS entwickelt wurde. ATLUS ist heute eher als Entwickler von interessanten Rollenspielen bekannt. Was taugt also dieses Jump and Run?

Atmosphäre / Story

Kleine Verwandlungssequenzen bereiten einen auf die Bosskämpfe vor.

Das Szenario ist in der weit entfernten Zukunft von 2015 angesetzt und die Kriminalität in Tokyo ist außer Kontrolle. Da können nur noch Cyborg Polizisten Abhilfe schaffen. Also im großen und ganzen sehr ähnlich wie Robocop. Allzu stimmungsvoll ist das Spiel nicht inszeniert aber die kleinen Verwandlungssequenzen, als auch das Intro verdichten das Geschehen und bewahren einen Hauch von Animefeeling.
3 / 5

Grafik

Mit der Pistole ist man klar im Vorteil.

Armored Police Metal Jack liegt grafisch im mittleren Spektrum. Die Grafik ist ok, allerdings sind die Bewegungsabläufe nicht allzu detailliert. Die Hintergründe sind starr und wiederholen sich häufig. Rein stilistisch ist alles zwar alles rund aber es ist nicht richtig lebendig und das spürt man an jeder Ecke. Die Gegner sehen allerdings häufig recht gut aus, die Modelle sind detailliert, bewegen sich nur leider kaum.
2,5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Der Ansatz von Armored Police Metal Jack ist absolut gut, die Umsetzung aber nicht. Vergleichen lässt es sich mit Mega Man oder auch mit anderen Jump and Runs. Leider sind die Charaktere nicht gut ausgewogen und die meisten Bosskämpfe sind sehr stumpf und auch die normalen Gegner nerven und sind ohne Taktik besiegbar. Dem Spieler steht einer von 3 Robopolizisten zur Wahl.

3 Charaktere stehen zur Wahl.

Der Rote: Hat als Spezialwaffe eine Pistole mit sehr guter Reichweite. Ist super um nicht im Nahkampf an Lebensenergie zu verlieren.

Der Blaue: Er kann einfach nur zuschlagen, er hat keine Spezialwaffe, ich sehe keinen Grund warum man den Blauen spielen sollte.

Der Weiße: Verfügt über ein Laserschwert als Spezialwaffe. Das Schwert macht aber kaum mehr Schaden, als die normalen Schläge und hat eine bescheidene Reichweite.

Fast so breit wie hoch.

Man kann die Charaktere und auch die Waffen nicht upgraden. Das macht das Gameplay lahm. Jedes Level läuft auch ziemlich gleich ab. Man schlägt endlos spawnende Gegner, geht nach rechts, springt bisschen auf Plattformen hoch, dort kämpf man gegen 2 bis 3 bisschen schwierigere Gegner und dann geht’s auch schon zur Transformation und in den Kampf mit einem Boss. Dieser lässt sich normalerweise durch stumpfes Buttonmashing besiegen. Das einzig besondere an den Bosskämpfen ist, dass sich die Metal Jacks noch einmal verwandeln. In diesem Zustand sind die Bewegungsabläufe steifer, ähnlich einem Mech. Hier brauch man nichts weiter zu tun, als den Spezialangriff auzuladen und abzufeuern, wieder und wieder…
2,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Leider ist die Musik nicht sonderlich interessant oder komplex. Sie passt atmosphärisch einigermaßen. Die Soundeffekte sind billig und nicht SNES gemäß und wären eher etwas für das alte Nintendo System gewesen. Die Soundeffekte passen einigermaßen, klingen aber unfassbar generisch.
2 / 5

Steuerung

Ja, die Steuerung ist bei Armored Police Metal Jack ziemlich gut. Liegt aber daran, dass die Charaktere nichts können. Gehen und springen ist sehr präzise, schlagen und schießen ebenfalls. Nur in transformierter Form ist die Steuerung etwas wackelig und es ist häufig nicht einfach auszuweichen oder ordentlich abzuschätzen wann genau man wie einen Gegner trifft.
3,5 / 5

Spaßfaktor

Ehm ja… ein dystrophischer Sci-Fi Nazi ist einer der Endgegner.

Man kann Armored Police Metal Jack durchaus mal spielen aber mehr als ein Abend wird es nicht sein, das ist gar nicht mal so sehr dem unausgereiften Spielkonzept und Umsetzung geschuldet, sondern auch einfach aus dem Grund, dass das Spiel sehr kurz ist. Auf dem Schwierigkeitsgrad easy, kriegt man es hin das Spiel als Erstspieler in circa 90 Minuten durchzuspielen. Ein erfahrenerer Spieler, der das Spiel bereits kennt, wird 20 bis 30 Minuten brauchen und das ist leider lahm. Wobei ich stellenweise schon herzlich lachen musste, entweder über die doofen Gegner oder den abgedrehten Nazi mit seinen fiesen Sprungangriffen.
2,5 / 5

Bewertung und Fakten

Zu kurz und zu unausgereift. Armored Police Metal Jack fühlt sich nicht an wie ein fertiges Spiel. Hätten sich die Macher bloß mehr Mühe beim Level Design gegeben und die Charaktere ausbaufähiger gemacht durch einsammelbare Upgrades oder ähnliches. Mehr Moves, gerade zum ausweichen, hätten nicht geschadet. Wieso der blaue Metal Jack über keinen Spezialangriff verfügt ist absolut unbegreiflich.

Nach der Verwandlung, im vollen Bodysuit gegen Endgegner.

Genre: Jump and Run
Preis: circa 30 € bis 50 € (für ein original Jap Modul auf ebay)
Schwierigkeit: Einfach bis Mittel

Atmosphäre / Story: 3,5 / 5
Grafik: 2,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2,5 / 5
Musik und SFX: 2 / 5
Steuerung: 3,5 / 5
Spaßfaktor: 2,5 / 5

Gesamt: 2,58 / 5

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