Bram Stoker's Dracula PAL Modul

Bram Stoker’s Dracula

Oh yeah, Bram Stoker’s Dracula, ein grandioser Horror Film auf Basis des ersten Dracula Horror Romans, vielleicht sogar der beste Farbfilm was Dracula angeht und dann auch noch mit Keanu Reeves. Das Spiel habe ich mir als Kind auf einem Flohmarkt gekauft, für 10 D-Mark (also circa 5€). Als ich dann zu Hause war, habe ich das Spiel sehr enttäuscht angezockt und im Karton verstaut. Doch ich erinnere mich nicht mehr, warum ich das Spiel so beschissen fand, war es eventuell einfach nur zu schwer?

Atmosphäre / Story

Bei Bram Stoker’s Dracula handelt es sich ums Spiel zum gleichnamigen Film. Also die selbe Handlung. Diese wird auch hier und da mal durch Texte leicht erläutert. Aber weder auf interessante Art, noch auf eine notwendige Art.

Text des alternativen Endes wenn man im Easy Modus spielt, der viel zu schnell durchs Bild scrollt.

Der komplette Stil passt schon ins klassische Horror Genre à la Dracula. Aber die teils obskuren Gegner, die nicht richtig ins Spiel passen und diverse andere Klischees machen es irgendwie genau so, wie man ein Dracula Spiel für 8-Jährige erwarten würde. Ziemlich lahm, was echt nicht einfach ist, schließlich lässt sich eine gute Horror oder Vampir Atmosphäre ziemlich einfach erzeugen.

Original VHS Videospot für Bram Stoker’s Dracula (Systemübergreifend).

Wer den einfachen Schwierigkeitsgrad wählt, erfährt eine andere Levelpassage und schafft es nie ins Schloss, das Spiel wird nach dem zweiten Boss beendet. Das ist tierisch irritierend, denn ich habe mich gerade als Kind ständig gefragt, was ich falsch mache und habe keinen Hinweis darauf erhalten.
2,5 / 5

Grafik

Der Nebel lässt das Spiel deutlich besser aussehen.

Riesige verpixelte Charaktere und merkwürdige Hintergründe treffen das Design am besten. Die Endgegner sehen meist so aus, als hätte man kleine Charaktermodelle größer gestretcht, somit sind diese noch pixeliger. Die restlichen Gegner sehen ok aus und haben recht flüssige Bewegungsabläufe. Die Hintergründe sind leblos. Der beste grafische Effekt ist der Nebel.
2,5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Diesen großen fiesen Drachen kann man sehr einfach besiegen…

Ich hatte das Spiel damals gekauft, in der Hoffnung bei Bram Stoker’s Dracula könnte es sich eventuell um ein Castlevania artiges Spiel handeln. Weit gefehlt, es ist ein stumpfes Jump and Run, mit endlos spawnenden Gegnern und nur einem einzigen Schlag und optionalen Fernwaffen die nicht besonders viel bringen. In jedem Level folgt man einem Pfeil, dieser zeigt entweder zu Van Helsing, der einem durch doofe Gedankenblasen zeigt, dass es noch irgendwo eine alternative Fernkampfwaffe gibt oder ein Upgrade für das Messer/Schwert. Dann geht man zum Exit oder bekämpft einen Boss. Die Bosskämpfe sind stumpfsinnig und taktikfrei, buttonmashing reicht, kein Vergleich zu den tollen Bosskämpfen von Mega Man 7.
1,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Bram Stoker’s Dracula der Film hatte einen tollen Soundtrack, dessen Komponist Wojciech Kilar, eine wirklich passende Atmosphäre gelungen ist. Leider hatte Wojciech Kilar nichts mit dem Spiel zu tun, auch wenn die eine oder andere Melodie vom Filmsoundtrack abgeleitet wurde und das Ergebnis ist je nach Lied mal eine Katastrophe und dann wieder doch ganz ok. Was aber definitiv nicht gut ist, das sind die Soundeffekte, denn die sind eher auf NES Niveau.
2,5 / 5

Steuerung

Am Anfang kämpft man unter anderem gegen Flaschen werfende Säufer.

Eine Steuerung wie bei Castlevania wäre ein Traum. Hier wird man nicht so verwöhnt. Der Protagonist bewegt sich leicht rutschend nach links und rechts. Er ist nicht in der Lage kurze präzise Schritte nach vorne zu gehen. Es gibt nur eine Schlagart. Mit den Fernwaffen zu zielen ist kaum machbar. Jonathan Harker springt unglaublich hoch, startet aber mit einer Standardwaffe die eine lächerliche Schlagweite hat. Um durch Türen oder Exits zu gehen, muss man UNTEN drücken, nicht so wie in allen anderen Spielen OBEN. Mehr Präzision und weniger hohe Sprünge hätten dem Spiel sehr gut getan.
2 / 5

Spaßfaktor

In diesem Bild befindet sich ein Gegner…

Spaß… ich habe ihn in diesem Spiel ehrlich gesagt nicht gefunden. Die Steuerung, die lausige Inszenierung. Die ständigen sofortigen Tode die man erleidet. Die flappsige Steuerung und ständig wieder auftauchende Gegner in die man reinläuft, führen einfach nur zu Frust und keiner Motivation. Ich glaube es würde mehr Spaß machen Angela Merkel bei einer ihrer inhaltsleeren Reden zuzuhören, als das hier zu spielen.
1 / 5

Bewertung und Fakten

Der Film war echt gut, das kann ich nur immer wieder betonen. Das Spiel ist es nicht. Bram Stoker’s Dracula für Super Nintendo hätte toll werden können, hätte man Konami dieses Spiel entwickeln lassen. Aber das hat man nicht und so erleidet auch dieses Spiel den Fluch der „Spiele zum Film“ und wird von niemandem geliebt. Nach all den Jahren kann ich absolut nachvollziehen, dass ich das Spiel als Kind beschissen fand und kann es aus keinem Grund weiterempfehlen.

Nein danke.

Genre: Jump and Run
Preis: circa 25 € bis 35 € (für ein original PAL Modul auf ebay)
Schwierigkeit: Mittel

Atmosphäre / Story: 2,5 / 5
Grafik: 2,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 1,5 / 5
Musik und SFX: 2,5 / 5
Steuerung: 2 / 5
Spaßfaktor: 1 / 5

Gesamt: 2 / 5

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byAnonymous onSNES-Testberichte.de

Spiel war kagge aber die grafik warn nicht so übel wie du sagst.

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