Micro Machines PAL modul

Micro Machines

Micro Machines, eine trendige Marke für kleine Spielzeugautos die gerade in den 90er Jahren, überall zu sehen war. Im Film Kevin allein zu Haus, in zahlreichen Werbespots und in den Spielzeugläden, in denen es neben den Autos selbst auch tolle transformierbare Ministädtchen gab. Ich erinnere mich dunkel an sammelbare Überraschungspäckchen, man wusste nie was drin war und ich steckte natürlich mein Taschengeld rein. Ab 1991 wagte man sich auch auf den Videospielmarkt und ab da folgten Micro Machines Spiele für alle Systeme, auch für den Super Nintendo.

Atmosphäre / Story

Eine Handlung gibt es im konkreten Sinne nicht, schließlich ist es nur ein Rennspiel mit Miniautos. Es ist einfach nur ein Rennen.

Die orangenen Bonbons sehen aus wie Dragonballs.

Jedoch kann Micro Machines atmosphärisch sehr gut punkten, denn die kleinen Autos befahren echte Gebiete in Lebensgröße. So fährt man beispielsweise über einen Billiardtisch oder einen Esstisch, auf dem jedes vergossene Tröpfchen die Flitzer ausbremst, Gabeln die den Weg blockieren und man kann vom Tisch fallen, als natürliche Begrenzung. Wirklich gut gelungen und definitiv eines der Merkmale die dieses Spiel hervorstechen lässt, ein sehr ungewöhnliches, putziges Setting.
4,5 / 5

Grafik

Schon kool über einen Billiardtisch zu fahren.

Die Grafik ist sehr cartoonig und sieht aus, als hätte man Szenen aus einer Zeichentrickserie vor Augen und stilistisch bleibt sich das Spiel in dieser Hinsicht treu. Die Fahrzeuge sind detailliert, genau wie die Umgebungen. Die Fahrzeuge fahren sehr flüssig und die Framerate ist spitze.
4,5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Bei Micro Machines steuert man kleine Autos, aus der Vogelperspektive. Dabei ist es ein essentieller Teil des Gameplays, nicht nur Erster zu werden, sondern sich auch die ganzen Hindernisse zu merken um nicht irgendwo gegenzufahren. Denn die Flitzer sind zwar klein aber schnell und der Sichtradius begrenzt. Das könnte einige Spieler abschrecken aber es ist schon eine eigene interessante Rennspiel Variante, wo man nicht nur doof Gas geben und lenken muss, es wird einem deutlich mehr abverlangt.

Bis zu 4 Spieler – das bockt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man je nach Strecke ein anderes Fahrzeug steuert, dabei kann es sich auch um Motorboote handeln und es müssen nicht zwingend Autos sein. Die Herausforderung daran ist, sich möglichst schnell und fehlerfrei an die neue Steuerung anzupassen und das ist manchmal nicht so leicht aber macht Laune.
4,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Die Soundeffekte sind einfach aber solide, das Brummen der Fahrzeuge, welches sich je nach Fahrzeug ändert. Paar Kollisionssounds und im Grunde war es das auch.

…………………

Ach die Musik? Ja die gibt es bei Micro Machines aber leider nur in den Menüs, die Rennen selbst haben keine … und das ist schlecht.
1,5 / 5

Steuerung

Gut, nur ist das Verhältnis aus „neue Steuerung lernen“ und Geschwindigkeit des Fahrzeugs, teilweise sehr schwierig zu meistern. Wodurch man überall gegenfährt und verliert. Hier muss viel Übung her. Abgesehen von Gas geben, lenken und bremsen, können die Fahrzeuge nichts.
3,5 / 5

Spaßfaktor

Der Spaß ist bei Micro Machines ein schwieriges Thema, wenn man alleine spielt und einfach nur die Meisterschaft schaffen will, so ist das Spiel teilweise sehr frustrierend, denn die Lernkurve ist sehr steil und schlecht ausbalanciert. Dennoch macht es irgendwie Spaß es wieder neu zu versuchen.

Die Piekser kann man als Waffe einsetzen.

Gemeinsam zu spielen ist der Key bei Micro Machines, denn man kann problemlos zu viert spielen und so ist man nicht ständig den Bedingungen erlegen, dass man ein Leben verliert und Game Over geht, weil man nicht den ersten oder zweiten Platz belegt.
3 / 5

Bewertung und Fakten

Wer alleine ein ungewöhnliches Rennspiel spielen will, was er so nicht für den SNES hatte, der wird sich hier mit einer ziemlichen Herausforderung konfrontiert sehen. Für gemeinsames Retro-Zocken ist das Spiel aber ideal geeignet. Jedoch immer nur für einen kurzen Spaß, denn das Gameplay hat zu viele sich wiederholende Aspekte, als das man es häufig lange am Stück zocken könnte. Ein paar Stunden mit Freunden und gut ist.

Die Soloplayer Wertung reicht nur für 3,58 von 5. Multiplayer technisch würde es aber deutlich höher ausfallen, da die Spielmechanik im Multiplayer Modus etwas anders ausfällt und somit auch der Spielspaß. Wahrscheinlich bei circa 3,90 / 5.

Genre: Rennspiel
Preis: circa 27€ – 33€ (bei ebay)
Schwierigkeit: Mittel bis Schwer

Atmosphäre / Story: 4,5 / 5
Grafik: 4,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 4,5 / 5
Musik und SFX: 1,5 / 5
Steuerung: 3,5 / 5
Spaßfaktor: 3 / 5

Gesamt: 3,58 / 5

Submit your review
1
2
3
4
5
Submit
     
Cancel

Create your own review

SNES-Testberichte.de
Average rating:  
 0 reviews
Previous Article
Next Article

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *.

*
*
You may use these <abbr title="HyperText Markup Language">HTML</abbr> tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

elf − drei =