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Live A Live

Square Rollenspiele waren schon auf dem Super Nintendo führend, zumindest außerhalb Europas, denn wir bekamen nur Secret of Mana, Secret of Evermore und Mystic Quest Legend. Doch es gab wesentlich mehr RPGs von Square – unter anderem Live A Live. Doch Live A Live verfolgt ein völlig anderes Konzept als die eben genannten Games, taugt ein Anthologie Rollenspiel etwas?

Atmosphäre / Story

Heißt das Spiel überhaupt Live A Live? Schließlich ist auf dem Modul das zweite „LIVE“ gespiegelt geschrieben. Soll es eigentlich „Live A eviL“ heißen? Und warum eigentlich „Live A Live“ und nicht „Live A Life“ was mehr Sinn machen würde? Darauf erhalten wir keine Antwort… Da man sich aber tatsächlich auch böse verhalten kann, je nach Szenario, ist diese Möglichkeit vielleicht gar kein Hirngespinst.

Aber nun zum Spiel. Live A Live ist kein Square RPG wie man es gewohnt ist, denn hierbei handelt es sich um ein Episodenspiel, bei dem man verschiedene in sich geschlossene Kurzgeschichten spielt, die alle ihr eigenes Gameplay haben und in anderen Szenarien angesiedelt sind. Dazu gehören:

Cowboy / Steinzeit / Mecha / Ninja / Mönch / Raumschiff / Wrestler

Wie diese Geschichten zusammenhängen, ist nicht wirklich offensichtlich während man diese spielt. Sogar überhaupt gar nicht. Erst wenn man das finale Kapitel angeht, welches man spielen kann, wenn man die anderen abgeschlossen hat, erfährt man mehr. Leider ist die Auflösung eigentlich nicht so toll gelungen. Nichtsdestotrotz ist die Idee und die unterschiedliche Aufmachung der Szenarien interessant und abwechslungsreich. Die meisten Kapitel sind äußerst dialogintensiv. Es wäre definitiv positiv anzumerken, dass man (fast?) in jedem Szenario Entscheidungen treffen kann, die das finale Kapitel beeinflussen. Das steigert handlungstechnisch den Wiederspielwert, auch wenn die Geschichten an und für sich, nicht sonderlich interessant sind, leider.
3 / 5

Grafik

Die Grafik ist ungefähr das Level von Mystic Quest Legend. Besonders detailliert ist die Umgebung nicht gestaltet. Es mangelt an Leben. Am besten sehen wahrscheinlich noch die Kampfbildschirme aus, denn diese liefern recht detaillierte Charaktermodelle. Die Zauber oder Angriffe sind auch nicht besonders toll animiert. Zum Start und Ende jedes Kapitels sind einige Story bedingte Sequenzen zu sehen, das ist aber auch so ziemlich das Interessanteste im graphischen Kontext.
2,5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Duelle gehören natürlich im Cowboy Szenario dazu.
  • Cowboy Szenario:
    • Suche von Gegenständen, langer Bosskampf.
  • Steinzeit Szenario:
    • Keine Dialoge, nur Emojis. Viele Kämpfe.
  • Mecha Szenario:
    • Viele Kämpfe, Gedanken lesen.
  • Ninja Szenario:
    • Unfassbar viele Kämpfe oder alternativ herumschleichen und gar nicht kämpfen.
  • Mönch Szenario:
    • Kämpfe und Dialoge.
  • Raumschiff Szenario:
    • Nur ein Kampf, fast nur Dialoge.
  • Wrestler Szenario:
    • Im Grunde nur 7 Kämpfe, nicht mal Maps durch die man gehen.

Wenn man das so liest, klingt das alles ziemlich interessant. ABER die meisten Szenarien sind Mist. Das Wrestler Szenario bestand nur aus Kämpfen, das Ninja Szenario enthält so viel Backtracking, dass ich teilweise durchgedreht bin. Am besten haben mir glaube ich das Steinzeit Szenario gefallen, da es etwas innovativer war als der Rest und das Mönch Szenario, denn dies war solider aber sympathischer Standard. Hätte man doch bloß etwas mehr Erkundungsmöglichkeiten gehabt. Ein paar mehr Freiheiten, Hintergründe, sinnlose Fetch-Quests, hätten das Gameplay etwas weniger träge und linear gemacht. An sowas hat man aber nicht gedacht.
2,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Square hat für den Super Nintendo einiges an grandioser Musik geliefert. Gerade in Secret of Mana und auch einigen Final Fantasy Spielen. Aber bei Live A Live hört sich die Musik nach ziemlich uninspiriertem Gedüdel an. Ja, es passt zum Szenario aber das war’s leider auch. Die SFX sind wahrscheinlich noch lahmer und man wird häufig die gleichen Sounds zu hören kriegen. Bei den meisten Szenarien lies ich meine eigene Musik laufen.
2,5 / 5

Steuerung

Ein strategisches Schlachtfeld mit vielen unterschiedlichen Angriffen.

Da in dem Spiel eine recht starre Steuerung vorliegt, wie so oft bei Square Spielen damals, funktioniert diese zumindest gut. Auch die Menüführung ist klar gehalten. Glücklicherweise kann man nicht nur gehen sondern auch laufen, wäre man an die langsame Gehgeschwindigkeit gebunden, dann wäre das Spiel unspielbar gewesen.
4 / 5

Spaßfaktor

Da es bei Live A Live nicht eine Story mit einem Gameplay gibt, sondern viele kleine Handlungsstränge mit eigener Spielweise ist das Ergebnis sehr gemischt.

Teil des Ninja Szenarios…

Einige Szenarien fand ich wirklich beschissen und habe mich hindurchgequält, wie das vom Ninja. Richtig Spaß gemacht haben die wenigsten. Der Rest war ok aber nicht wirklich auf irgendeine Weise fesselnd. Man war spielerisch meist sehr eingeengt. Obwohl die unterschiedlichen Szenarien zu vielen Möglichkeiten einladen, wirkten die Ergebnisse meist recht uninspiriert.
2 / 5

Bewertung und Fakten

Wer wirklich langeweile hat, der kann es mal mit Live A Live versuchen. Jeder andere, auch Rollenspieler, finden garantiert etwas besseres. Live A Live hat bis auf Abwechslung kaum was Interessantes zu bieten. Das meiste hat man bereits irgendwo anders besser gesehen und diesen Geschmack hinterlässt das Spiel sehr schnell. Würden wenigstens die Optik oder die Musik einen vom Hocker reißen können, so wäre das Spiel einigermaßen gut aber so… nur was für sehr hungrige Rollenspiel Fans.

Springen? Kooler Hintergrund. Erinnert an Guilin.

Genre: Rollenspiel
Preis: circa 30€ bei ebay
Schwierigkeit: Unterschiedlich je nach Szenario

Atmosphäre / Story: 3 / 5
Grafik: 2,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2,5 / 5
Musik und SFX: 2,5 / 5
Steuerung: 4 / 5
Spaßfaktor: 2 / 5

Gesamt: 2,75 / 5

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