Mystic Quest Legend PAL Modul

Mystic Quest Legend

Dieses Square Rollenspiel erschien bei uns 1993. Das Spiel versteht sich als eine Art Spin-Off der Final Fantasy Reihe und heißt nicht ohne Grund in den USA „Final Fantasy Mystic Quest“. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich die große Verpackung des Spiels im Schaufenster einer Videothek sah und mich fragte, welch grandiose Abenteuer hier auf einen warten. Da ich als Minderjähriger jedoch die Videothek nicht betreten durfte, hatte ich lange Zeit das Spiel aus den Augen verloren und es zur Zeit des N64 auf einem Flohmarkt gekauft… und ich war richtig enttäuscht, denn Mystic Quest Legend war mir zu simpel. Ist das wirklich so?

Atmosphäre / Story

Die Handlung, ist im Gegensatz zu seinen Cousins (den Final Fantasy Spielen) sehr rudimentär und richtig klischeehaft. Das kann man natürlich bis zum Gehtnichtmehr kritisieren, allerdings war dies Absicht. Denn mit Mystic Quest Legend wollte man gerade im Westen eine Art Einsteiger-Rollenspiel auf den Markt bringen.

Man kann die Handlung einfach zusammenfassen: Schlechte Dinge passieren, finde die 5 Kristalle. Unterwegs schließen sich dir Leute an. Das war es auch schon, da die Handlung an Komplexität oder spannenden Wendungen vermissen lässt, so sind die Dialoge wenigstens passabel inszeniert, lustig und es gibt deutlich mehr davon als erwartet. Aber manchmal wird der Humor-Bogen für meinen Geschmack überspannt, da in einer Fantasywelt Anspielungen auf Telefonate oder „vom Winde verweht“ irgendwie deplatziert wirken.
2,75 / 5

Grafik

Mystic Quest Legend ist bekannt für seine unattraktive Grafik. Die Gestaltung der Umgebung, der Detailgrad der Charaktere und die schwachen Animationen machen einfach nichts her. Das einzige, was man loben kann, ist dass das Spiel flüssig abläuft, was aber auch echt nicht schwierig ist in einem rundenbasierten Rollenspiel.

Kältezauber, zaubern Schneemänner herbei.

Grafisch liegt das Spiel aufgrund seiner unattraktiven Kampfbildschirme und mangelnder animierter Zwischensequenzen somit sogar hinter Live A eviL, Glory of Heracles III und Slayers. Mystic Quest Legend sieht aus wie eine NES Portierung.
1,75 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Das JRPG Standardprogramm der frühen 90er schlechthin. Man erhält Hinweise was man tun soll, geht dorthin, kämpft, ein neuer Partner schließt sich einem an, ein alter Partner geht. Ab und zu gibt’s ein Item, das war’s.

Zumindest diese Kleinigkeit ist wie auf dem Game Boy.

Shops mit großer Rüstungsauswahl fehlen in dem Spiel vollständig, man kriegt nur das wenige, was man findet. Die Zauber sind hilfreich aber auf nervige Weise begrenzt, da man kein Mana hat, sondern immer eine bestimmte Nutzungszahl nach jeder Erholung. Die Kämpfe laufen absolut typisch ab, hier gibt’s‘ nichts zu erklären.

Die Weltkarte ist nicht frei begehbar, sondern wie in SMW.

Also genau richtig um Leuten Rollenspiele nahezubringen, die noch nie eines gespielt haben. Jeder der schon mal eines gespielt hat, wird das Gameplay schnell verstehen und es unter Umständen als zu lahm empfinden.
2,25 / 5

Musik und Soundeffekte

Glücklicherweise zeigt sich Mystic Quest Legend hier von einer guten Seite, schließlich ist das Spiel von Square. Ich will jetzt auch nicht übertreiben, es erreicht bis auf die Kampfmusik kaum Ohrwürmer. Aber die Musik ist gut und hat einen gewissen Fantasy Klang. Leider lässt das Spiel musikalisch die Komplexität und Pathos seines Game Boy Gegenstücks vermissen.

Die Soundeffekte sind in Ordnung und erfüllen für ein Rollenspiel ihren Zweck, hätten aber durchaus distinkter ausfallen können.
3,75 / 5

Steuerung

Die Steuerung ist sehr gut. Es gibt in Mystic Quest Legend zwar einige schräge Menü-Aspekte aber nichts davon steuert sich wirklich schlecht.

Selbst wählen ist nicht drin.

Es ist meistens vorteilhaft, dass in den Kämpfen die zuletzt ausgewählte Aktion vorausgewählt bleibt, in der nachfolgenden Aktion. Manchmal, wenn man nicht ganz aufpasst, kann man jedoch gerade deswegen richtig Mist bauen.

Merkwürdig ist, dass man die Ausrüstung, die man findet nicht selbst an- oder ablegen muss, sondern dies automatisch geschieht.
4,25 / 5

Spaßfaktor

Generell spielt sich Mystic Quest Legend ziemlich in Ordnung. Es ist allerdings recht einfach und liefert keine Überraschungen. Andererseits flutscht das Spiel gewissermaßen recht gut, da es so reibungslos in dem Spiel vorangeht (bis auf wenige Ausnahmen).

Da guckt der Gargoyle aber doof.

Das führt zu einer sehr gespaltenen Meinung, was den Spielspaß betrifft und es fällt mir schwierig etwas Klares zu diesem Thema zu sagen. Daher einfach mal eine mittelgute Bewertung, die je nach Erfahrung mit dem Genre ein bisschen in die eine oder andere Richtung geht.
3 / 5

Bewertung und Fakten

Mystic Quest Legend bietet einsteigerfreundlich servierte Rollenspiel Standardkost. Bedeutet dies, dass das Spiel somit schlecht ist? Ne, das nicht aber es ist auch nicht wirklich gut.

Dekubaum? Manabaum? … ne, Durchgangsbaum.
  • Keine zufälligen Kämpfe
  • Für Anfänger gedacht
  • Schnelle Kämpfe
  • Keine spielerische Tiefe
  • Für Anfänger gedacht
  • Keine Freiheiten

Erfahrene RPGler werden hier wenig Gutes finden aber auch nichts, was das Spiel so schlecht machen würde, dass es für erfahrene Rollenspieler unspielbar wäre. Es wird nur einfach keine Hype-Erfahrung werden. Immer noch empfehlenswert für alle, die mit diesem Genre weniger am Hut haben.

Genre: Rollenspiel
Preis: 16 € – 20 € auf ebay
Schwierigkeit: Einfach

Atmosphäre / Story: 2,75 / 5
Grafik: 1,75 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2,25 / 5
Musik und SFX: 3,75 / 5
Steuerung: 4,25 / 5
Spaßfaktor: 3 / 5

Gesamt: 2,96 / 5

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