On the Ball (a.k.a. Cameltry)

Taito entwickelte und veröffentlichte Cameltry 1992 in Japan. Außerhalb Japans erhielt das Spiel den weniger irritierenden Titel On the Ball. Bei uns erschien es 1993. Doch seine Erstveröffentlichung erlebte das Spiel 1989 für Arcade-Automaten und erfreute sich ziemlich großer Beliebtheit. Kann ein Spiel, in dem man einen Ball durch ein Labyrinth rollt, gut sein?

Atmosphäre / Story

In einem derartigen Geschicklichkeitsspiel ist eine Story nicht nötig, dennoch hat sich Taito bemüht hier ein paar schicke, die Kampagnen auflockernde Illustrationen in On the Ball einzubauen.

Der Ball genießt den Sonnenuntergang…? Das was Bälle so tun…

Abgerundet wird dies besonders dadurch, dass es hin und wieder mal gute Erklärungen zum Gameplay gibt. Das Feeling, ist wie bei Arcade-Titeln üblich, eher darauf basierend eine intensive Spielatmosphäre zu generieren, was dem Spiel ganz gut gelingt.
3,5 / 5

Grafik

Die Blöcke und Hintergründe in On the Ball sind reichlich simpel. Dafür sind die Sprites aber alle reichlich groß. Das Spiel leidet so gut wie nie an Performanceproblemen.

Zeit ist dein Feind.

Die wenigen Illustrationen in On the Ball sind angenehm gestaltet und der Mode 7 Effekt, das Labyrinth zu drehen funktioniert immer sehr flüssig und bringt aus grafischer Sicht etwas Frisches rein. Dennoch fehlt es dem Spiel etwas an Tiefe aus grafischer Sicht. Die vordere Ebene wird nicht genutzt und die Hintergründe sind ziemlich platt und bestehen nur aus einer Ebene.
3 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Der Ball muss ins Ziel geführt werden, dabei läuft ein Timer, welcher sozusagen der eigentliche Gegner ist. Je nach Level gibt es auch Hindernisse und Blöcke, die bei Berührung zu einem Zeitmalus führen.

4 Startkampagnen und 4 weitere kommen dazu.

Was On the Ball interessant macht, ist die Tatsache, dass man das Labyrinth dreht und der Ball immer nach unten fällt. Quasi ein Spiel mit der Schwerkraft. Einen Ball auf diese Weise ans Ziel zu führen ist originell und spaßig und durchaus eine gute Idee. Leider ist das Gameplay aber nicht so vielfältig wie es sein könnte, denn die meisten spielerischen Optionen haben sich mit den ersten beiden Kampagnen durchgekaut.
3,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Die Soundeffekte sind in Ordnung, Taito hat da eigentlich immer gute Leistungen erbracht. Nur die Musik ist etwas langweilig, da es eher nach Fahrstuhlmusik klingt. Nicht die schlechteste seiner Art aber nichts was einem länger in Erinnerung bleiben wird. Der geringe Umfang des Soundtracks ist auch etwas enttäuschend.
2,96 / 5

Steuerung

Da das Gameplay von On the Ball sehr simpel ist und sich mit nur 3 Tasten steuern lässt, kann man hier wenig falsch machen. Mit L und R kann man das Labyrinth drehen, hält man B gedrückt beschleunigt der Ball, tippt man B an, prallt er stärker ab.

Die Lady in Blau sagt an, wie es läuft.

Somit einwandfrei, ist aber nicht der gut durchdachten Planung von Taito zu verdanken, sondern wirklich eher dem simplen Gameplay.
5 / 5

Spaßfaktor

On the Ball ist alles andere als uninteressant. Dieses ständige Drehen ist ungewöhnlich zur 16-Bit Zeit und wurde einfach gut umgesetzt.

In jedem Level, ab ins Ziel.

Die Spielzeit ist ok, auch wenn sie länger sein könnte. Ich habe 3 der 4 Kampagnen beim ersten Versuch direkt hintereinander durchgezockt und die vierte am nächsten Abend. Das waren höchstens 2 Stunden Spielzeit, doch glücklicherweise gab es dann noch 4 weitere Kampagnen, die aufgrund des Schwierigkeitsgrades mehr Zeit beansprucht haben.
3,5 / 5

Bewertung und Fakten

Hier hatte Taito eine originelle Idee und diese funktioniert sehr gut auf dem Super Nintendo. Problem ist nur, dass On the Ball sich vom Gameplay her ständig wiederholt und ein mäßig interessantes Design bietet.

Baobab Bäume bei Nacht…
  • Mal was anderes
  • Gute Erklärung
  • Flotte Action
  • Gameplay wiederholt sich
  • Wenige Lieder
  • Nicht so kreatives Design

Hier hätte man eine Art 2-Spieler Wettrennen-Modus einbauen müssen, damit das Spiel einen länger vom Hocker hätte reißen können. Dennoch ist das Spiel empfehlenswert, nur darf man keinen wochenlangen Spielspaß erwarten. Einen 2-Spieler-Modus gibt es übrigens aber leider läuft dieser abwechselnd. Entfernt erinnert das Konzept an Pinball, also vielleicht eine gute Empfehlung für Pinball Fans.

Genre: Arcade / Puzzle-Action
Preis: 20€ bis 35€ bei ebay
Schwierigkeit: Einfach bis schwer (ansteigend)

Atmosphäre / Story: 3,5 / 5
Grafik: 3 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 3,5 / 5
Musik und SFX: 2,96 / 5
Steuerung: 5 / 5
Spaßfaktor: 3,5 / 5

Gesamt: 3,58 / 5

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