Teenage Queen

Der legendäre SNES Homebrew Programmierer Alek Maul hat schon so einige Games auf die Beine gestellt. Unter anderem auch diese Erotik-Poker-Simulation. Teenage Queen erschien ursprünglich für diverse alte Gamingsysteme, wie DOS, Amiga, Atari etc. und wurde von Infogrames 1988 veröffentlicht. Alek Maul portierte dieses Spiel auf Super Nintendo wahrscheinlich im Jahr 2018. Taugt das was?

Atmosphäre / Story

Es gibt absolut keine Handlung, es geht los und es wird gepokert. Die Dame spricht ein wenig Französisch aber eine große Handlung oder Atmosphäre gibt es nicht. Es ist lediglich das typische intensive Glücksspielfeeling gepaart mit einem Hauch Erotik aber ein wirklich ganz kleiner Hauch.
2 / 5

Grafik

In Teenage Queen ist man mit starren 8-Bit Grafiken konfrontiert. Animiert ist hier bis auf den Kartenwechsel so ziemlich nichts.

Teenage Queen mit Rollschuhen
Wir spielen Poker und plötzlich fährt sie Rollschuhe… Aufmerksamkeitsdefizit.

Die Bilder sind ja ganz nett aber ein kleines bisschen mehr Bewegung hätte nicht geschadet, da es sich komplett um statische Bilder handelt.
1,75 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Du spielst 1 gegen 1 Poker mit der Teenage Queen. Wenn sie ihren Geldpool verliert, wird sie ein Stück entkleidet und verfügt über einen neuen Geldpool und die Nummer geht von vorne los. Ich habe keine Ahnung wie viele Phasen es am Ende gibt, denn es verläuft alles reichlich monoton.

Frau im Mantel und Hut, im Hintergrund brennt es.
Hat sie etwa Brandstiftung begangen?

An sich stimmt das Poker Gameplay aber weitestgehend. Man spielt um Geld und muss sozusagen immer mehr verdienen. Was ein bisschen doof ist, dass die Reihenfolge in der man die Karten kriegt, absolut deterministisch verläuft, es ist also kein Zufallsfaktor eingebaut. Wer also Save States nutzt, kann hier schnell durch Laden und Speichern vorankommen… was ziemlich bekloppt ist, eine feste Kartenreihenfolge einzuprogrammieren.
2,25 / 5

Musik und Soundeffekte

Teenage Queen verfügt über keinerlei Musik, das ist schade, ein wenig stimmungsvolles Fahrstuhlgedudel wäre gar nicht verkehrt gewesen.

Dafür hat die Alte ein paar Voicesamples erhalten, die ganz ok klingen, für SNES-Niveau, allerdings nicht viele und diese wiederholen sich… sehr oft.
1,5 / 5

Steuerung

In einem Pokerspiel die Steuerung zu verkacken, wäre eine ziemliche Leistung. Das ist hier nicht der Fall, alles funktioniert, bestätigen, wählen, abwählen ist eigentlich simpel. Schade, dass andere Tasten nicht genutzt werden aber andererseits ist das auch nicht so richtig nötig. Ein Art Menü gibt es nicht, nach dem Startbildschirm geht es einfach los.
4,5 / 5

Spaßfaktor

Ach naja, es ist keine verkehrte Art und Weise 1 gegen 1 Poker zu spielen. Aber es gestaltet sich ziemlich einseitig, immer nur gegen die Teenage Queen zu spielen. Ein paar größere Pokertische, mit mehr Mädels oder ein paar lustigen Dudes wären wahrscheinlich unterhaltsamer.

Frau auf einer Parkbank.
Warum sind wir plötzlich auf einer Parkbank?

Es besteht durchaus ein geringer Anreiz weiterzuspielen, einfach nur um zu erfahren wie das nächste Hintergrundbild aussieht aber das hält einen auch nicht lange am Ball. Die Tatsache, dass man nicht speichern kann nervt, denn das Spiel ist nicht so kurz.
1,75 / 5

Bewertung und Fakten

Joa, die einzige mir bekannte Erotik-Poker-Simulation. Man kriegt, was man versprochen bekommt, nur ohne große Variation, Spielmodi, Soundtrack oder sonst was.

Teenage Queen macht sich frei
Kann ich natürlich nicht zeigen aber man sieht was 😉
  • Nackte Lady
  • Standbilder
  • Keine Musik
  • Feste Kartenreihenfolge
  • Keine Speichermöglichkeit

Es ist schön, dass Alek Maul dieses Spiel auf den Super Nintendo portiert hat. Das Spiel erfüllt sehr gut seinen Zweck und ist in der Hinsicht ein Unikat. Aber es ist kein Spiel, welches heutzutage noch großartig Interessenten finden wird. Damals in den 90ern hingegen, hätte es durchaus Potenzial gehabt, das verbotene Schmuddelgame zu sein, was jeder haben will.

Das Spiel hätte mehr Spielmodi benötigt, mehr Mädels, die man freischalten kann, ein bisschen Musik und eine Speicherfunktion. Dann hätte etwas draus werden können.

Genre: Glücksspiel (Poker)
Preis: Frei verfügbar unter https://www.portabledev.com
Schwierigkeit: Mittel bis schwer

Atmosphäre / Story: 2 / 5
Grafik: 1,75 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2,25 / 5
Musik und SFX: 1,5 / 5
Steuerung: 4,5 / 5
Spaßfaktor: 1,75 / 5

Gesamt: 2,29 / 5

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