X-Kaliber 2097 PAL Modul

X-Kaliber 2097

Dieses Spiel von den eher unbekannten Entwicklern Fupac und Winds ist ein Action Jump and Run mit Kampfspiel Elementen. Wie der Name schon erraten lässt, ist X-Kaliber 2097 eine Anspielung auf das mythenumwobene Schwert Excalibur, nur eben in der Zukunft. Und nein, ich habe keinen Schimmer wer Merlin D. ist…

Atmosphäre / Story

Das Jahr 2097, eine dystrophische Zukunft in der die Regierungen nicht mehr viel zu melden haben, verbrecherische Syndikate aber dafür umso mehr. Doch einer stellt sich dem entgegen, sein Name ist Slash, der Träger des Schwerts – der Heini den man spielt.

Neo New York 🙂

Eine solide typische Handlung für Comics und Filme Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre. Die Handlung überrascht positiv durch viele animierte Dialoge im Comicstil, die überwiegend mit Endgegnern geführt werden. Dadurch erhalten sowohl der Protagonist, als auch die Gegner deutlich mehr Persönlichkeit. Ein wirklich gelungenes Bild, gerade für ein actionlastiges Jump and Run mit einer ungewöhnlich dichten und eigenen Atmosphäre.
4 / 5

Grafik

Ohne blocken geht bei X-Kaliber 2097 nichts.

Die Grafik ist bei X-Kaliber 2097 richtig gut. Extrem detaillierte und gut geschmückte Hintergründe sehen super aus. Die Charaktermodelle haben einen etwas merkwürdigen eigenen Stil aber die Modelle sind alle detailliert und die Bewegungen flüssig. Auch die Zwischensequenzen sind durch tolle kleine comicartige Dialoge geziert, die sich sehen lassen können.
4,5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Kurzgefasst: Springen, schlagen und … blocken. Waaaas blocken? Sind wir hier etwa bei Dark Souls? Ich behaupte, dass es durchaus Ähnlichkeiten zwischen X-Kaliber 2097 und Dark Souls gibt. Denn man muss gerade bei den Kämpfen gegen die Endgegner, ordentlich blocken und im richtigen Moment zuschlagen und das macht Laune! Außerdem ist es richtig schwer, ebenfalls wie Dark Souls. Aber eine präzise Steuerung und die drei verschiedenen Angriffe machen das Spiel fair aber teilweise sehr frustrierend. Was mir gefehlt hat war das optionale Aufsammeln von Powerups oder sowas, denn am Ende läuft man immer mit der selben Waffe rum. Eine Rolle oder ein Slide um schnell nach vorne zu preschen oder auszuweichen wäre auch sehr nützlich gewesen.

Auch eine Vordergrundebene gibt es.

Auch wenn das Spiel nicht zu zweit spielbar ist, so gibt es zumindest einen 2-Spieler Kampfspielmodus. In diesem kann man wirklich wie bei Street Fighter oder Mortal Kombat gegeneinander kämpfen, wobei man neben Slash alle Endgegner nutzen darf. Kooler Bonus!
4 / 5

Musik und Soundeffekte

Ich glaube X-Kaliber 2097 könnte den besten Action-Techno Soundtrack haben, den es überhaupt für den SNES gibt. Der Soundtrack fetzt bis zum geht nicht mehr. Der Klang erinnert mich teilweise an Mortal Kombat, teilweise aber auch an Contra. Wenn ich diese Musik höre, habe ich richtig Bock jemandem die Fresse zu polieren 😀

Der erste Track heißt Silicon Jesus – wie geil ist das denn bitte?!?

Die Tracks haben genauso abgespacete Namen, wie sie auch klingen. Track 1 ist „Silicon Jesus“, Track 2 „Krankphreak“, Track 4 „Teknojihad“. Gerade bei Teknojihad war man sogar besonders kreativ und hat einen Sterbeschrei zum Teil des Lieds gemacht. Ein Knaller. Und die Soundeffekte? Sind auch super. Die einzige Kritik die ich habe ist, dass es nicht allzu viele Tracks gibt, andererseits ist es ein Jump and Run, das man am Stück durchspielen muss, da es keine Speicher- oder Passwortoption gibt. Daher kann das Spiel auch nicht sonderlich lang sein. Auf jeden Fall ein Soundtrack den ich gerne bei der Arbeit höre.
5 / 5

Steuerung

Fernkampfangriff der sehr lange dauert.

Eventuell das größte Manko von X-Kaliber 2097 ist die Steuerung. Dabei ist diese definitiv nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Aber sie hat einige Eigenarten die man bei so einem Spiel nicht unbedingt erwarten würde.
Das Gehen funktioniert gut und präzise, genau wie das Springen. Aber Slash kann nicht laufen und sein Gehtempo ist nicht gerade das schnellste. Aber vielleicht ist er auch einfach zu kool um zu laufen? Er hat 2 verschiedene Schläge und einen Fernkampf-Energie-Angriff. Dieser hat eine so lange Abklingzeit, dass ich diesen im Grunde nie nutze, denn Slash steht da wie angewurzelt für einige Sekunden nach der Ausführung dieses Moves. Dadurch eignet sich dieser nie für Bosse und nur für wenige normale Gegner, was etwas schade ist.
3,5 / 5

Spaßfaktor

Wie ein Ausschnitt aus einem Cartoon.

Ich hatte X-Kaliber 2097 nie zuvor gesehen oder gespielt, ich kannte nur das Cover und hier ist mir was tolles durch die Lappen gegangen. Denn das Spiel macht viel Spaß, auch wenn es stellenweise hart und frustrierend sein kann, im Grunde wirklich wie Dark Souls. Was das Spiel aber wirklich rocken lässt ist die Kombination aus Szenario, Musik und genereller Atmosphäre, die Freude bereitet. Problematisch ist nur eben gerade bei Kämpfen gegen Bosse, dass man teilweise nicht wirklich weiß was man falsch macht und bis zum Gehtnichtmehr verreckt.
3,5 / 5

Bewertung und Fakten

Richtig hervorragendes Action Jump and Run, mit sehr herausfordernden Bosskämpfen. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Leute bei den Bosskämpfen eingeknickt sind und das Spiel beiseite gelegt haben. Aber eigentlich sind diese gar nicht so hart, wenn man weiß wie. Aber das herauszufinden ist schon nicht ohne. Generell sehe ich hier spielerisch viele Dark Souls Parallelen, nur eben ohne RPG Elemente und in 2D.

Atmosphärisch und musikalisch ein Knaller und absolut empfehlenswert außer für Weichei-Gamer. Interessanter Fakt: Die japanische Version des Spiels, welches den Titel „Sword Maniac“ trägt, hat was Story und Musik angeht sehr viele andere Elemente. Das Skript soll sogar sich stark von X-Kaliber 2097 unterscheiden. Wer das Spiel also ohnehin schon gern hat, der sollte womöglich mal Sword Maniac testen für eine neue gleichwertige Spielerfahrung. Wer mehr über die Unterschiede wissen will sollte bei The Cutting Room Floor vorbeischauen.

Genre: Jump and Run
Preis: circa 12 € bis 20 € (auf ebay)
für Sword Maniac circa 40 € bis 70 € (auf ebay)
Schwierigkeit: Mittel

Atmosphäre / Story: 4 / 5
Grafik: 4,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 4 / 5
Musik und SFX: 5 / 5
Steuerung: 3,5 / 5
Spaßfaktor: 3,5 / 5

Gesamt: 4,08 / 5

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