Zoku The Legend of Bishin Japanisches Modul

Zoku – The Legend of Bishin

Da haben wir wieder eines dieser Spiele, bei denen es wirklich unfassbar schade ist, dass dieses nie in Deutschland erschien. Hierbei handelt es sich um eine Rennspiel Beat Em Up Genrekombination. Ganz normal, oder? Nein, ist es nicht und wir sagen dir warum Zoku – The Legend of Bishin trotzdem gut ist.

Atmosphäre / Story

Fiese Biker Chicks machen uns das Leben schwer.

Das rein japanische Intro nimmt vorweg, dass es bei Zoku – The Legend of Bishin um ein dystrophisches Zukunftsszenario geht, dass ganz weit in der Zukunft spielt – und zwar im Jahre 2010… jedenfalls ist die Welt ziemlich im Eimer und erinnert stark an Fallout oder Mad Max. Aus irgendeinem Grund spielen Todesrennen eine Rolle, Punks in kaputten selbst umgebauten Autos fahren herum und kloppen sich die Eingeweide raus und erfüllen alle Klischees von der Frisur, bis hin zur Jeansweste. Absolut stimmiges Bild. Auch wenn ich die Dialoge nicht verstehe, gibt es genug Illustrationen aus denen ich deuten kann, dass in jedem Level der Kampf einer speziellen Gang gilt.
4 / 5

Grafik

Schöne Hintergründe und flüssige Fahrt.

Von der Grafik her ist Zoku – The Legend of Bishin definitiv überzeugend. Die Rennen sind ungefähr auf F-Zero Niveau und nutzen sehr effektiv Mode 7. Die Automodelle sehen besser aus als in vielen anderen Rennspielen und alles läuft durchweg flüssig. Das Spiel verfügt über koole Illustrationen die ihren eigenen Stil haben. Die Beat Em Up Einlagen, sehen gut aus sind aber leider immer wieder ziemlich gleich.
4 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Die Fahrerei läuft nicht wie ein Rennen ab und ähnelt gar nicht dem, was man sonst so aus Rennspielen kennt. Es geht nicht darum erster zu sein oder eine bestimmte Zeit zu erfüllen. Stattdessen ist bei Zoku – The Legend of Bishin das Ziel, den Weg von Punkt A nach Punkt B zu finden.

Hier die Karte aus einem der Level vergrößert.

Dazu hat man eine Karte, auf der beide Punkte verzeichnet sind aber die Wege sind auf der Karte nicht zu erkennen. D.h. aus all den Straßen, von denen man nicht abkommen darf, muss man einen passenden Weg wählen und immer gucken in welche Himmelsrichtung man fährt. Dafür gibt es obendrein ein Zeitlimit, welches man nicht überschreiten darf. Das Limit ist aber recht fair gesetzt.

Die Hintergründe sind detailliert und bestehen aus mehreren Ebenen.

Am Anfang wählt man übrigens, ob man den Mann, Koji, spielen will oder die Dame, Risa. Sobald man gerammt wird fliegen die Fahrer aus ihren Autos raus und treffen auf der Straße aufeinander und prügeln sich was das Zeug hält. Man hat 2 Schlagbuttons nämlich Y und X zwar keine großartigen Moves aber wenigstens kann man gegnerische Angriffe blocken mit L. Die Kämpfe gegen Standardgegner sind meist ziemlich gleich aber spielen sich gut. Die Bosskämpfe erfordern ein wenig Taktik und reines Buttonmashing reicht hier nicht.

Auch, wenn es nicht viel zum eigentlichen Spiel beiträgt, gibt es noch einen Versus Modus, in dem man die Bosse spielen kann und auch gegen einen zweiten Spieler kämpfen kann.
4,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Die Geräusche klingen echt gut bei Zoku – The Legend of Bishin. Es klatscht ordentlich und auch die Renngeräusche klingen nicht billig. Die Musik passt zum Geschehen aber leider wiederholt sich diese einfach zu oft. Der Fahrmodus erinnert mich stark an F-Zero aber auch die Musik hat etwas ähnliche Klänge und durchaus interessante Melodien. Die Beat Em Up Musik ist ein gutes Stück zu aggressiv und das immer wieder, was ich etwas extrem finde, denn so heftig sind die Kämpfe nun auch wieder nicht.
3,5 / 5

Steuerung

Das Fahrgefühl ist echt gut, man rast nur sehr selten in eine Barriere.

Die Steuerung ist intuitiv absolut hervorragend greifbar. Nichts wirft Fragen auf, es steuert sich spitze, egal ob das Auto oder der Fahrer beim Boxen. Schade beim Fahren ist, dass es keinen Rückwärtsgang gibt.
4,5 / 5

Spaßfaktor

Risa VS Lidera. Bei den Bosskämpfen muss man einfallsreich sein.

Würde man die Rennen und Beat Em Up Passagen einzeln betrachten, als eigenständige Spiele, käme man zu dem Schluss, diese sind nichts Besonderes. Das stimmt auch gewissermaßen. Aber gemeinsam bringen diese ein wirklich freshes Spiel zustande, mit ungewohnter Abwechslung. Auch wenn man sich teils hart verfährt und ein Level dadurch häufiger versuchen muss und die Kloppereien oft ziemlich gleich verlaufen, ist alles insgesamt so ein kooles Gesamtbild, dass es einfach Spaß macht. Der Beat Em Up Teil ist übrigens auch alleinstehend gut.
4 / 5

Bewertung und Fakten

Hallo? Beat Em Up und Open World Rennspiel in einem und das auch noch in einer Mad Max artigen Zukunft? Man müsste bekloppt sein dieses Spiel nicht zu mögen. Alleine aufgrund der Einmaligkeit dieses Spiels. Zoku – The Legend of Bishin hat zwar ein paar kleine Macken, die es nicht zu einem perfekten Spiel machen aber dennoch ist dieses Spiel definitiv eine Empfehlung wert. Wer es sich zu einfach macht und im Easy Mode das Spiel angeht, wird leider nicht mit dem wahren Ende belohnt. Schwing dich in deine Karre, düse durch die kaputte Welt von 2010 und klatsch ein paar Punks durch die Gegend.

Das böse Biker Klischee wird voll bedient.

Genre: Rennspiel / Beat Em Up
Preis: circa 30 € bis 50 € (für ein original Jap Modul auf ebay)
Schwierigkeit: Mittel (wählbar)

Atmosphäre / Story: 4 / 5
Grafik: 4 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 4,5 / 5
Musik und SFX: 3,5 / 5
Steuerung: 4,5 / 5
Spaßfaktor: 4 / 5

Gesamt: 4,08 / 5

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byAnonymous onSNES-Testberichte.de

Danke, sieht geilo aus!

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