Creepy Bird

Piko Interactive veröffentlichte allerlei Reprints von SNES Spielen und machte es sich zur Aufgabe unveröffentlichte Prototypen aus den 90ern fertigzustellen und diese dann zu veröffentlichen, so wie Dorke & Ymp. Gelegentlich fungiert Piko Interactive auch einfach nur als Publisher für Homebrew Spiele und so eines ist das 2014 veröffentlichte Creepy Bird.

Atmosphäre / Story

Story entfällt komplett, es ist ein reines Arcade Game bzw. die SNES Umsetzung eines Mobile Games, nämlich von Flappy Bird. Da das Design durchaus konsistent ist, kann man schon behaupten, es herrscht ein vages Gruselklima, welches aber kaum zur Geltung kommt.
1 / 5

Grafik

Creey Bird läuft glücklicherweise flüssig. Die Hintergründe sind ganz gut und erinnern eher an neuere Games, als an den Stil der 90er aber das ist ok.

Viele Lücken schafft man nicht.

Abgesehen vom Vogel und den Säulen kriegt man nix zu sehen, die Hintergründe scheinen sich auch nicht zu verändern, genauso wenig wie die Säulen…
2,5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Wer Flappy Bird, oder Klone des Spiels kennt, der weiß direkt, worum es geht. Der Vogel fällt, durch Druck einer Taste schlägt er mit den Flügeln und kriegt dadurch einen Stoß nach oben. Auf diese Weise soll man durch die Lücken der Säulen hindurchkommen… soll man.

Täglich grüßt der Game Over Bildschirm.

Problem ist, das funktioniert in Creepy Bird nicht so richtig, da die Lücken zu klein sind bei der gegenwärtigen Flugphysik. Ich hatte während des Studiums einige Varianten dieses Spielprinzips angezockt und sogar selbst meine eigenen Variationen davon in Java und in Unity als Hausaufgabe entwickelt… aber nichts, was mir dabei unterkam, funktionierte so schlecht wie hier.
1 / 5

Musik und Soundeffekte

Musik existiert in Creepy Bird nicht, es gibt lediglich Geräusche. Die paar Geräusche die existieren klingen gut aber es gibt einfach null Vielfalt.
1,5 / 5

Steuerung

Jede Taste hat denselben Effekt. Der Creepy Bird macht einen Flügelschlag der ihn nach oben befördert, egal ob man das Steuerkreuz, die Schultertasten oder andere Tasten drückt. Nach rechts fliegen tut der Vogel von selbst. Nur die START-Taste hat gar keine Funktion. Das bedeutet aber auch, dass man das Spiel nicht pausieren kann.

Es wäre hier sinnvoll gewesen dem Vogel einen leichten Flügelschlag und einen stärkeren Flügelschlag zu verpassen. So wie es ist, fliegt man schnell gegen jede Säule und das ist unbefriedigend.
1 / 5

Spaßfaktor

Nein, ein Spaßfaktor ist nicht vorhanden. Das Spiel startet und der Vogel fällt, direkt ist man Game Over, falls man nicht schnell genug eine Taste drückt. Falls man dies geschafft hat, fliegt man sehr wahrscheinlich gegen eine Säule und darf von vorne beginnen. Den Startbildschirm, der nach jedem Tod auftaucht, welchen man wegdrücken muss, kann ich nicht mehr sehen.

Joa, immer wieder.

Creepy Bird ist derartig schwer, dass nach circa 60-70 Versuchen, welche glücklicherweise schnell gehen, mein Rekord bei unglaublichen 4 Punkten liegt. Keine Ahnung warum dieses Spiel so unspielbar hart gemacht wurde. Dadurch ist keine Freude in Sicht. Ein Testing fand hier wohl auch nicht statt. Und das liegt nicht daran, dass ich zu doof für Creepy Birds bin, schaut man sich nämlich diverse Videos auf youtube zu dem Spiel an, so stellt man fest, dass die Leute genauso hart verkacken wie ich.
0 / 5

Bewertung und Fakten

Heiliger Bimbam, Creepy Bird ist nicht creepy, sondern shitty. Kein Mensch kommt mit dem Spiel klar. Das Spiel hätte mit deutlich größeren Lücken starten müssen, die sich dann im Laufe des Spielverlaufs verengen, Stück für Stück, ganz langsam und nicht so… oder mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, welche die Lückengröße bestimmen. Sowas kriegt man hier jedoch nicht.

  • Grusel Setting
  • Viel zu schwer
  • Nicht einsteigerfreundlich
  • Keine spielerische Variation

Die Möglichkeit einen schwachen und starken Flügelschlag auszuführen hätte auch geholfen. Stattdessen klatscht das Federvieh nonstop gegen die Wand und das ist äußerst schnell nicht mehr mitanzusehen, kein Wunder, dass Piko das Spiel nicht mehr verkauft.

Genre: Arcade
Preis: –
Schwierigkeit: Unspielbar schwer

Atmosphäre / Story: 1 / 5
Grafik: 2,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 1 / 5
Musik und SFX: 1,5 / 5
Steuerung: 1 / 5
Spaßfaktor: 0 / 5

Gesamt: 1,17 / 5

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