Dungeon Master US-Modul

Dungeon Master

Ein Rollenspiel Dungeon Crawler von JVC mit dem ziemlich generischen Titel Dungeon Master. Das Original für Atari wurde 1987 veröffentlicht, 1992 erreichte das Spiel dann den SNES. Auf dem PC und Atari hat es durchaus Gaminggeschichte geschrieben aber auf dem SNES?

Atmosphäre / Story

Man betritt das Verließ, doch wozu eigentlich?

Die Handlung des Spiels ist so dünn, dass man diese gar nicht zu erwähnen braucht. Eine Atmosphäre sucht man vergeblich, gerade da auf Soundebene nichts passiert und das kombiniert mit gar keiner Story ist schwierig. Im Grunde läuft man einfach nur rum und versucht weiterzukommen. Wahrscheinlich steht eine Story in der Anleitung aber für ein Dungeoncrawler Rollenspiel bietet Dungeon Master einfach nichts.

Lediglich die Kerkeratmosphäre gepaart mit der klaustrophobischen Situation an sich, kann ein Minimum an Atmosphäre generieren… aber mir reicht das vorne und hinten nicht.
1,5 / 5

Grafik

Eklige verschleimte Viecher…

Die komplette Optik gestaltet sich etwas angenehmer und sauberer als bei Might and Magic II aber das soll nicht bedeuten, die Grafik sei gut. Animationen sucht man vergeblich, auch hier bewegt man sich durch statische Gebiete. Grundsätzlich ist man nur unterirdisch aktiv. Das führt dazu, dass man ständig dieselbe Gemäuertextur sieht. Die Gegner sehen ziemlich in Ordnung aus.
3 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Das Gameplay hat Ähnlichkeiten mit Might and Magic II aber es gibt keinerlei Interaktion mit anderen Menschen. Die Kämpfe laufen auf eine Art ab, die schwierig zu verstehen ist, weil es irgendwie rundenbasiert ist aber irgendwie auch nicht.

Items von Charakter zu Charakter zu übertragen macht besonders viel Spaß…

Das komplexe Magiesystem macht einen interessanten Eindruck, da man viele Glyphen miteinander kombinieren kann, um Zauber zu sprechen aber irgendwie klappt das am Ende nicht so wirklich. Gerade ohne irgendwelche Erklärungen.

Was im Dungeon passiert ist recht gut durchschaubar, Schlüssel finden, Schlüssel reinstecken, Tür öffnen. Das macht man oft. Ab und zu gibt es kleine Schalterrätsel, die gar nicht mal so kacke sind, dies rettet das generelle Gameplay aber leider nicht.
2,25 / 5

Musik und Soundeffekte

Manchmal hat man Musik, manchmal hat man keine. Soundeffekte sind teilweise zu hören und die klingen auch passabel aber das war’s auch. Das reicht vorn und hinten nicht, so ein faules Sounddesign ist mir selten untergekommen und das ist schade, gerade da Rollenspiele so gut von ihren mittelalterlichen Soundtracks leben aber Dungeon Master verzichtet darauf.
1,5 / 5

Steuerung

Dungeon Master per Controller zu steuern, ist ziemlicher Mist. Da man nicht direkt per Steuerkreuz steuert, sondern stattdessen mit dem Steuerkreuz eine von 6 Schaltflächen anklicken muss (unten rechts im Bild). Diese ermöglichen ein schrittweises Gehen und Drehen. Die Menüführung ist weniger anstrengend als bei Might and Magic II aber dennoch sehr träge.

Was man hier wohl tuns muss? Voll kompliziert und so…

Man kann die Steuerung mit SELECT switchen, sodass man per Controller steuert aber dann kann man mit nichts interagieren und das macht diese Art der Steuerung nutzlos.

Ich frage mich ob das Spiel per Maus steuerbar ist… dies wäre wahrscheinlich die beste Lösung.
1,5 / 5

Spaßfaktor

Die mangelnde Inszenierung gepaart mit der tragischen Steuerung und der Tatsache, dass man nicht gegen Wände laufen darf, weil man sonst Lebenspunkte verliert, machen keinen Spaß. Etwas Neugier kann das Spiel stellenweise wecken aber diese wird von der Steuerung erschlagen.

Die Mumien sehen ganz ok aus.

Glücklicherweise ist das Spiel nicht allzu schwierig, somit ist zumindest diese Komponente kein Tritt in die Eier aber Spaß kommt bei der spielerischen Monotonie kaum auf.

Hätte man wenigsten eine Karte, in die man blicken könnte, um sich zu orientieren aber selbst das wird einem verwehrt und so eiert man schnell desorientiert und frustriert durch die Gegend.
1,75 / 5

Bewertung und Fakten

Dungeon Master? Dungeon Disaster! Sowas mit dem Controller zu steuern, sich keine Handlung einfallen zu lassen, grundsätzlich nichts zum komplexen Magiesystem zu erklären, nur 1 Speicherstand, selten auftretende Musik. Das macht keinen Spaß. Man wird einfach in irgendwelche Gewölbe geworfen und muss einen Weg rausfinden oder was auch immer man da eigentlich tut.

Beiß besser nicht in den sauren Apfel von Dungeon Master.
  • Komplexes Magiesystem
  • Freie Charakterwahl
  • Unterirdische Steuerung
  • Kaum Sound vorhanden
  • Keine Karte
  • Keine Handlung

Ich empfehle das Spiel gar nicht erst zu starten, dann muss man auch keinen Weg aus dem Kerker raus suchen.

Genre: Rollenspiel (Dungeoncrawler)
Preis: circa 30€ bis 70€ für die US-NTSC Version auf ebay
Für die PAL-Version ist der Preis deutlich höher aber gegenwärtig kein Beispiel auf ebay, wahrscheinlich aber mehr als 50€ für ein loses Exemplar.
Schwierigkeit: Einfach (wenn man eine Karte zurate zieht, ansonsten eher schwer)

Atmosphäre / Story: 1,5 / 5
Grafik: 3 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2,25 / 5
Musik und SFX: 1,5 / 5
Steuerung: 1,5 / 5
Spaßfaktor: 1,75 / 5

Gesamt: 1,92 / 5

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