Legend of the Scarlet King repro Modul

Hiouden – Legend of the Scarlet King

Eine Legende, von der wir in Europa nicht viel gehört haben. Hiouden – Legend of the Scarlet King wurde unter dem Titel Hiōden (manchmal auch Hiouden) 1992 für die PC-98 Systeme veröffentlicht und von Wolf Team programmiert. Dann 1994 wurde das Spiel (Originaltitel ist Hiōden: Mamono-tachi tono Chikai) für den Super Famicom veröffentlicht und in Japan blieb das Spiel dann auch. Dieses Strategie-Rollenspiel hat was Besonderes an sich, da es eines der sehr wenigen Echtzeit-Stategiespiele für den SNES ist. Mal schauen, was es taugt…

Atmosphäre / Story

Die Handlung läuft recht ausführlich ab. Regelmäßig erscheint einem die gute Beatrice und erklärt einem alles Mögliche. Etwas Atmosphäre kommt auf aber es könnte mehr sein.

Handlungstechnisch etwas träge, bietet Hiouden aber so einige Wendungen, mit denen man wirklich nicht rechnet und das ist echt nicht verkehrt.

Die Übersetzer (Aeon Genesis) haben das Spiel auf jeden sehr gut übersetzt und man hat nicht das Gefühl, hier mit einer google translator Übersetzung konfrontiert zu sein, sondern mit einer Übersetzung über die wirklich nachgedacht wurde. Dennoch wird die Handlung teilweise etwas ausschweifend und man kann schwer folgen, da die Missionen so lange dauern.
3,5 / 5

Grafik

Bei Hiouden sind alle Grafiken sehr klein gehalten. Dies ermöglicht einem einen besseren Überblick und sorgt für eine bessere Performance. Es sieht nur leider am Ende nicht sonderlich schick aus. Ich bin da sehr zwiegespalten, weil es eigentlich seinen Job erfüllt.

Da es sich um eine Portierung handelt, kommen natürlich die üblichen kleinen Portierungsprobleme, wobei sie mir in diesem Spiel eher weniger auffallen. Wer ein paar Screenshots von der PC-98 Version sehen möchte kann das in dieser Gallerie tun.
2,5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Verdammt gut. Es ist zwar das erste Echtzeit-Strategiespiel mit Rollenspiel Elementen, dass ich für den SNES spiele aber was ich hier sehe funktioniert richtig gut. Die Dynamik ist gegeben und die Charaktere greifen an, wen sie angreifen sollen. Viele Klassen, Charaktere und Items bringen Schwung in das Ganze und so spielt es sich insgesamt wie ein recht neues Strategie-Rollenspiel.

Warnung Gegner entdeckt.

Das Problem was das komplexe Gameplay mitbringt ist, dass viele Spielkomponenten nicht richtig erklärt werden und man mehr oder weniger raten muss. Wie z.B. welches Item zu einem Klassenupgrade, bei welchen Basisklassen führt, oder dass jeder Charakter von den Heilungsitems unterschiedlich geheilt wird.
4,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Die Soundeffekte sind überwiegend ganz effektiv aber nichts, was man sich lange merken wird.

Aber die Musik hat was für sich. Stilistisch erinnert mich vieles an Lufia aber auch an YS. Rein qualitativ klingt es teilweise ein bisschen schlechter aber Komplexität und Pathos sind absolut überzeugend. Ich denke, den Soundtrack von Hiouden, werde ich mir hin und wieder bei der Arbeit geben.
4 / 5

Steuerung

Als ich bemerkte, dass es sich um ein Echtzeitstrategiespiel handelt und kein rundenbasiertes Strategiespiel, wie ich ursprünglich angenommen hatte, dachte ich mir nur „Oh Scheiße, das wird nichts ohne Maus.“ Aber ich habe mich getäuscht, auch wenn das Spiel in isometrischer Perspektive abläuft und man per Steuerkreuz alles wählen und steuern muss, so passt die Steuerung echt gut. Wer eine SNES Maus hat, der kann das Spiel alternativ damit steuern.

NPC erzählt von den Nomaden
Einige Level sind ziemlich … astral.

Die Buttons werden hierbei sinnvoll genutzt, damit man nicht alles anklicken muss und erleichtern dadurch enorm die Bedienung. Auch eine Karte des Schlachtfelds kann so ein- und ausgeblendet werden. Die Menüsteuerung funktioniert völlig in Ordnung und ist kein Stück so träge wie bei Dungeon Master.

Was aber problematisch ausfällt, ist die Tatsache, dass man alle Charaktere einzeln ausrüsten und upgraden muss und es ist nicht immer offensichtlich, welcher Charakter welche Ausrüstung tragen kann. Das Micromanagement frisst somit sehr viel Zeit und dies kann ziemlich anstrengend sein.
3,75 / 5

Spaßfaktor

Gespräche hier und da, wie in FF: Tactics.

Die Handlung in Legend of the Scarlet King hält einen am Ball, ist aber nichts, was einen umhauen wird. Die dynamischen Kämpfe laden zum häufigen Speichern ein. Frustriert wird man aber eher selten. Die unfassbar vielen unterschiedlichen Einheiten, die sich einem anschließen können, machen echt neugierig auf mehr. Man will sehen, wie sich diese entwickeln und sie entsprechend ausrüsten, nur macht die Steuerung alles etwas langsamer als es sein könnte und das Micromanagement kann ordentlich Zeit fressen.
3 / 5

Bewertung und Fakten

Heutzutage wirkt das Spiel etwas träge, doch Hiouden hat einiges zu bieten, man muss aber Zeit und Geduld mitbringen, um sich ordentlich einzuspielen und ich denke hieran werden die meisten Gamer scheitern.

  • Reichlich Komplexität
  • Viele Charakterklassen
  • Reichlich Handlung
  • Sehr guter Soundtrack
  • Zu viel Micromanagement
  • Rustikale Grafik
  • Sehr träge Bedienung

Wer sich schon immer gefragt hat, wie ein Final Fantasy Tactics auf dem Super Nintendo ausgesehen hätte, der erhält mit diesem Spiel eine Antwort darauf. Die Komplexität wird nicht jedem Spieler munden, sollte die Taktik-Fans aber eher anziehen, als abschrecken, trotz der ungewohnten Steuerung.

Genre: Echtzeit Strategie / Rollenspiel
Preis: unklar
Schwierigkeit: Sehr schwer

Atmosphäre / Story: 3,5 / 5
Grafik: 2,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 4,5 / 5
Musik und SFX: 4 / 5
Steuerung: 3,75 / 5
Spaßfaktor: 3 / 5

Gesamt: 3,54 / 5

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