Warpspeed PAL Modul

WarpSpeed

Dieses Spiel wurde 1992 veröffentlicht und von Accolade sowohl entwickelt als auch gepublished. WarpSpeed ist eine Weltraum Action-Flugsimulation. Kein besonders häufiges Genre auf dem Super Nintendo, doch das muss ja nichts Schlechtes bedeuten. Mal sehen, was die Space-Action taugt…

Atmosphäre / Story

In WarpSpeed kann man mehreren Szenarien folgen. Die Handlung selbst wird dabei eher wischiwaschi erklärt und enthält viele Ereignisse, die zufällig wirken. So erhält man Hilferufe, Drohungen und konkrete Zielorte.

Ein sich durch das komplette Spiel ziehender roter Faden ist nicht wirklich erkennbar. Die vielen kleinen spontanen Texte sind aber durchaus abwechslungsreich und man kriegt dadurch einige lustige Alienrassen zu sehen.
2,75 / 5

Grafik

Also die Bilder der Dialogfenster sind groß, nicht besonders detailliert und ohne große Bewegung. Die Grafik des eigentlichen Gameplays hingegen stinkt ziemlich hart ab. Denn was man sieht, ist größtenteils schwarz und überall sind blaue Punkte, ich nehme an, die blauen Punkte sollen Sterne sein, die sich in der Ferne befinden aber ganz sicher, bin ich nicht.

Die platten grünen Raumschiffe lassen sich ziemlich einfach besiegen.

Insgesamt liefert WarpSpeed circa 4 Bilder pro Sekunde, das ist nicht so gut für ein actionlastiges Spiel. Die anderen Raumschiffe sind ganz interessant designt aber es sind einfach nur 2D Bildchen.

Eine Sache, die noch schräger ist, spiegelt sich schnell in der Steuerung wider. In Warpspeed navigiert man quasi auf einem Schachbrett, also 2D, mit den Koordination X und Y, obwohl man auch nach oben und unten fliegen kann. Dies passiert aber völlig kontraintuitiv, denn obwohl man einen Looping machen kann und auch theoretisch die ganze Zeit endlos nach oben lenken kann, gibt es keine Z Koordinate. Somit sieht es nur so aus, als würde man nach oben und unten fliegen können. Das fühlt sich reichlich merkwürdig an und verlangt einiges an Gewöhnung.

Oh yeah … der Blue Cygnus Award… wozu?

Die Schüsse, die eines der Raumschiffe von sich gibt, sehen aus wie Basketbälle, was irgendwie ziemlich witzig ist.
2,25 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Das generelle Gameplay ist in seinen Grundzügen relativ interessant. Man startet in einer Basis und fliegt durch einen Quadranten von Schachbrettgröße (also ein Raster von A bis H und 1 bis 8). Innerhalb des Quadranten gibt es Gegner, meistens eine Basis zum Aufstocken und ein schwarzes Loch, welches in einen anderen Quadranten führt. Zwischen den Quadranten muss man den richtigen Weg finden, um seine Ziele zu erreichen. Jene Ziele erhält man halb zufällig per eingeblendeter Nachricht, wie z.B. finde im Quadranten Beta eine Sonde, diese befindet sich auf Feld C7.

Lustige Form, die der Flieger da hat.

Genauso verhält es sich mit anderen Missionen, wie dass man herausgefordert wird von frechen Aliens, die sagen „Du armseliger Menschensohn, du kannst gar nix, komm nach Gamma H2, wenn du dich traust.“ Und viele weitere „Geh-nach-X“-Quests dieser Art.

Zwischendurch wird man von vielen Kämpfen überhäuft. Diese laufen leider ein wenig lahm ab. Sobald man ein Feld erreicht, indem sich Gegner befinden, fokussiert sich das Schiff des Spielers auf einen davon und dieser muss dann besiegt werden. Das heißt drauf schießen und verfolgen. Gerade das Verfolgen läuft nicht so schön ab, da die Gegner immer dasselbe machen, sie versuchen nämlich aus dem Sichtbereich zu fliegen…

Die Infos sind relativ unnütz.

Umso mehr Kämpfe man gewinnt und umso mehr Missionen man erfüllt, desto mehr Abzeichen bekommt man. Zwischendurch kann man ein neues Raumschiff erhalten, diese haben verbesserte Eigenschaften, verglichen mit dem Vorgängermodell. Die Option sein Raumschiff selbst irgendwie aufzumotzen gibt es jedoch nicht.
2,5 / 5

Musik und Soundeffekte

Man kann den Soundtrack von WarpSpeed nominieren für einen der schlechtesten Soundtracks für den SNES, denn diese Musik klingt so als hätte jemand, der keine Ahnung von Musik hat, irgendwelche Demobeats von einem Keyboard aneinandergereiht.

So klingt einfallslose Scheiße.

Die Soundeffekte sind auch nicht viel besser aber wenigstens nerven diese nicht.
1,5 / 5

Steuerung

Was die Steuerung angeht, ist das Spiel ziemlich gut aufgestellt, auch wenn ich es merkwürdig finde, mit R zu schießen. Mit L feuert man seine Zweitwaffe. Ansonsten wird mit dem Steuerkreuz gesteuert. Die markanteste Eigenart ist, dass es hier so wirkt, als würde man in alle Richtungen fliegen können, also auch nach oben und unten. Aber das muss man dann selbst in Erfahrung bringen.
4,5 / 5

Spaßfaktor

Ich habe keine Ahnung, wie ich WarpSpeed bewerten soll. Denn es gibt so viele gute Ansätze, die eigentlich schon Spaß machen könnten, nur sind diese so mittelmäßig ausgeführt und schlecht designt, dass es irgendwie nicht so richtig zieht…

Man hätte nicht viele Dinge besser machen müssen, um ein tatsächlich spaßiges Spiel daraus zu machen und eine Sache wäre die Performance gewesen. Eine bessere Struktur und mehr Möglichkeiten zu Kämpfen, wie z.B. in Super Air Diver, hätten aus dem Spiel wirklich was Gutes machen können.

Halb Flugzeug, halb Enterprise?

Mit zu wenigen Frames pro Sekunde, den steifen Kämpfen, den teilweise schwer umsetzbaren Zielen, ist das Spiel vor allem desorientierend und somit frustrierend. Besonders, da die Lernkurve ziemlich übel ist und man relativ lange benötigt, um den Dreh richtig herauszukriegen, wie man das Spiel eigentlich spielt.

Wenn man verstanden hat, was zu tun ist, dann kann das Spiel aber durchaus Freude bereiten. Leider wird diese Freude nach einiger Spielzeit von der auftauchenden Monotonie erdrückt, denn irgendwie macht man ständig dasselbe.
2,75 / 5

Bewertung und Fakten

WarpSpeed ist schon ein besonderes Spiel. Einerseits ist es ein besonders beschissen klingendes Game, mit wirklich schrottigem Weltall Design. Andererseits hingegen, ist die einigermaßen offene Welt, kombiniert mit den plötzlich auftretenden Missionen und den lustigen Aliens durchaus spaßig, gerade für gute alte Star Trek Fans, denn irgendwie erkenne ich hier recht viele Parallelen.

Feuer frei!
  • Halbwegs offene Welt
  • Eigentlich gutes Szenario…
  • Gute Steuerung
  • Monotoner Ablauf
  • … mit viel zu wenig Details
  • Steile Lernkurve

Ein problematischer Aspekt, weswegen viele Leute an dem Spiel scheitern werden, ist das gewöhnungsbedürftige Design und die fiese Lernkurve. Doch wenn man diese erst einmal hinter sich hat, dann kann das Spiel einen durchaus fesseln, trotz so einiger schräger Macken. Hätte Accolade sich hier um die Rechte für irgendein Franchise bemüht, so hätte man aus WarpSpeed sicherlich mehr rausholen können, gerade hinsichtlich der Handlung. Aber so bleibt es unteres Mittelmaß und nur empfehlenswert für fanatische Sci-Fi Fans.

Genre: Flugsimulation / Action
Preis: circa 20€ bis 40€ auf ebay
Schwierigkeit: Schwer

Atmosphäre / Story: 2,75 / 5
Grafik: 2,25 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2,5 / 5
Musik und SFX: 1,5 / 5
Steuerung: 4,5 / 5
Spaßfaktor: 2,75 / 5

Gesamt: 2,71 / 5

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