Magical Drop

Erneut ein arcadiges Puzzle-Action Game, welches genauso gut eine Smartphone-App sein könnte. Magical Drop erschien 1995 nur in Japan und wurde von Data East entwickelt und vertrieben. Wird es so ein Knaller wie Super Puyo Puyo sein?

Atmosphäre / Story

Tatsächlich existiert in Magical Drop eine Handlung, die mit einem Buch und etwas Text veranschaulicht wird. Doch ohne Japanisch Kenntnisse hat man wenig davon. Die Handlung offenbart sich nur zum Spielstart und im Outro.

Gut animiert.

Dank des konsistenten Designs ist die Stimmung ganz gut. Die putzigen Sounds tragen zu dem leicht esoterisch wirkenden Fantasy-Charme bei.
3,5 / 5

Grafik

Verglichen mit Super Puyo Puyo, sind die Sprites deutlich weniger pixelig und die Animationen der putzigen Männchen sind wirklich gut gelungen. Im Hintergrund tut sich nicht besonders viel aber zumindest ein wenig etwas.

Deutlich sichtbar wohin man seine Bällchen wirft.

Der Performance Aspekt ist einwandfrei und trägt zum schnellen Gameplay bei. Für ein Puzzle-Action Spiel echt gut.
4 / 5

Spielmechanik / Gameplay

3 Blöcke einer Farbe müssen vertikal gestapelt werden, dann werden alle anliegenden Blöcke, die dieser Farbe entsprechen aufgelöst. Genau wie in Super Puyo Puyo können dadurch Kombos ausgelöst werden, was dazu führt, dass mehr Blöcke beim Gegner auftauchen. Sobald der Bildschirm des Gegners bis ganz nach unten gefüllt ist, hat man gewonnen. Mit Pech ist dein Bildschirm zuerst voll.

Der Time Attack Modus ist ziemlich langweilig.

Es gibt folgende Spielmodi:

  • Magical Drop bietet einen Storymodus, in dem man immer einen Gegner zurzeit bekämpft. Hier gibt es die Handlung.
  • VS Modus: Ermöglicht das Spielen gegen einen zweiten Spieler.
  • Time Attack: Einfach alleine gegen die Zeit spielen und gucken wie lange man durchhält.
  • Rätsel Modus: Es gibt 30 Rätsel, die man lösen muss, innerhalb einer vorgegebenen Anzahl an Zügen.
Die 30 Rätsel sind eine gute Übung für das eigentliche Spiel.

Der Time Attack Modus schneidet dabei eindeutig am schwächsten ab, da diese Spielweise einfach nur lange zu überleben, mäßig interessant ist. Der Rätsel Modus hingegen hat es mir ein wenig angetan, denn die Rätsel sind ziemlich schwierig und ermöglichen einiges an Knobelei.
2,25 / 5

Musik und Soundeffekte

In Magical Drop haben alle Charaktere ihre Voicesamples, diese sind zwar nicht so zahlreich, klingen aber ganz angenehm. Auch die Soundeffekte klingen gut.

Musikalisch klingt alles ziemlich süß und fröhlich, passend zum restlichen Spieldesign. Leider sind viele der Tracks extrem kurz, wodurch die eigentlich angenehm klingenden Lieder einem etwas auf die Nerven fallen können, da sie sich häufig wiederholen. Der Umfang des Soundtracks ist ebenfalls kurz.

Wird es eng, so können einige Tracks ordentlich an Tempo gewinnen, was sich wiederum intensivierend auf das Spielgefühl auswirkt. Die meisten Lieder klingen nach Glockenspiel und bimmeln dadurch fröhlich vor sich hin, problematisch ist, dass dies fast alle Liedern tun.
3,22 / 5

Steuerung

Die Tutorial Demo erklärt visuell ganz gut, wie man am besten vorgeht.

In Magical Drop ist die Steuerung sehr simpel. Links/Rechts bewegen, mit B entzieht man Kugeln, mit A schießt man diese wieder zurück. Einwandfrei und für dieses Konzept vollkommen zweckmäßig.
5 / 5

Spaßfaktor

Data East hat mit dem Spiel wirklich vieles richtig gemacht. Aber irgendwie nur auf Designebene. Rein spielerisch ist hier nichts drin, was ich nicht woanders besser gesehen hätte – im Vergleich mit anderen Puzzle-Action Games.

6 spielbare Charaktere, mit geringen spielerischen Unterschieden.

Das grundsätzliche Spielprinzip, schaffte es leider gar nicht mich abzuholen. Die Tatsache, dass alles wirklich fast nur geschwindigkeitsorientiert ist, wirkt schnell ermüdend. Das teilweise stumpfe abziehen von Kugeln und wieder zurückschießen fühlt sich schnell monoton an. Der Rätselmodus konnte für mich noch ein bisschen mehr rausholen aber so richtig die Kurve gekratzt kriegt Magical Drop dadurch nicht.
1,75 / 5

Bewertung und Fakten

Wer auf Knobelrätsel steht, wie sie auch in Super Tetris 3 vorkommen, der kann Magical Drop bedingungslos unter die Lupe nehmen. Ich glaube, dass auch jeder der auf putzige Designs steht, hier durchaus mit abgeholt werden kann.

Links habe ich ein paar Blöcke geklärt, jetzt fallen die unteren orangenen auf die oberen, wodurch diese sich auch auflösen.
  • Dynamisches Spielkonzept
  • Knobelmodus
  • Zu sehr geschwindigskeitsorientiert

Aber jeder andere wird in Magical Drop nicht viel finden was für Begeisterung sorgt. Das Spielprinzip ist dafür zu schnell und monoton, wodurch eine Empfehlung nur an absolute Genrefans geht aber ich vermute, dass selbst die damit kaum abgeholt werden.

Genre: Arcade / Puzzle-Action
Preis: 30€ bis 45€ bei ebay
Schwierigkeit: Mittel bis schwer

Atmosphäre / Story: 3,5 / 5
Grafik: 4 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 2,25 / 5
Musik und SFX: 3,22 / 5
Steuerung: 5 / 5
Spaßfaktor: 1,75 / 5

Gesamt: 3,29 / 5

Submit your review
1
2
3
4
5
Submit
     
Cancel

Create your own review

SNES-Testberichte.de
Average rating:  
 0 reviews
Previous Article

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *.

*
*
You may use these <abbr title="HyperText Markup Language">HTML</abbr> tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

dreizehn + elf =