The Lawnmower Man (a.k.a. Le Cobaye)

Der Rasenmähermann ist eine Horror-Science-Fiction Geschichte von Stephen King, welche 1992 verfilmt wurde von Brett Leonard. Der Film ist ziemlich unterhaltsam und einer der wenigen Stephen King Filme, die ich für ansehbar halte. Kurzgefasst geht es darum, dass ein Mann mit geistiger Behinderung, mithilfe von computergestützten Lernmaßnahmen zu einem Genie wird … aber zu einem bösen Genie. Ausgerechnet zu diesem Film ein Spiel? Ja, The Lawnmower Man (oder Französisch „Le Cobaye“) erschien 1993 für Super Nintendo und einige andere Systeme. Es wurde von The Sales Curve entwickelt, die auch als SCi Games bekannt sind.

Atmosphäre / Story

Was genau das Spiel mit dem Film zu tun hat, begreife ich stellenweise nicht und meine Erinnerung an den Film ist noch relativ frisch, da ich diesen erst vor einem Jahr gesehen habe.

Jedes Fluglevel hat einen abgespaceten Namen.

Dennoch wird The Lawnmower Man stellenweise stimmungsvoll inszeniert und ein Intro existiert ebenfalls. Die abgespaceten Levelnamen, laden auf jeden Fall zum Lachen ein. Vieles in dem Spiel scheint sich auf die Lernsoftware zu beziehen, welche man im Film nicht (oder kaum) gesehen hat, was ja eigentlich ganz ok ist und Interpretationsspielraum lässt, der hier ganz gut ausgeschöpft wurde.

Auch die Cyberspace Level sind auf ihre kitschige 90er-Art ziemlich atmosphärisch und lassen einen geistig ganz gut abdriften.
4 / 5

Grafik

Der Grafikstil erinnert ein wenig an Amiga und SEGA Master System Spiele und ist für SNES untypisch. Es sieht zwar nicht so mega detailliert aus, dafür erlaubt das Spiel aber eine sehr gute Performance und die damit verbundene Action rockt dadurch ganz gut.

Auf bewaffnete Affen schießen.

Umso schräger sind die ganzen verschiedenen Flugpassagen, die ständig eine andere Optik bieten.

Tron trifft auf HyperZone.

The Lawnmower Man kann zudem auch kooperativ mit einem zweiten Spieler gezockt werden – naja, zumindest die Run and Gun Passagen. Alle Fluglevel werden abwechselnd gespielt.
3,5 / 5

Spielmechanik / Gameplay

Und hier geht die Scheiße richtig rund! Hauptsächlich spielen sich die Level nämlich wie ein Run and Gun Spiel, mit mittelprächtigem Leveldesign. Dabei muss man häufig irgendwelche Gegenstände finden, um weiterzukommen.

Damit man von einem Level ins nächste gelangt, muss man eine irre VR-Simulation durchlaufen. Diese kommt in verschiedenen Formen, mal Egoperspektive (sieht nach Starwing aus), mal 3rd Person (sieht nach HyperZone aus), mal kann man schießen und mal nicht. Also ordentlich Abwechslung.

An sich nicht schwierig aber unter Zeitdruck…

Gelegentlich kann man auch zeitbasierte IQ-Aufgaben lösen. Denn schließlich war das Thema Intelligenz, worum es sich im Film The Lawmower Man (bzw. der Rasenmähermann) hauptsächlich dreht.
4 / 5

Musik und Soundeffekte

Klingt ziemlich nach abgedrehter 80er/90er Science Fiction Musik. Was aber ein wenig irritiert ist die relativ geringe Lautstärke, für dieses Spiel musste ich meinen TV ordentlich aufdrehen. Allgemein kann ich den Soundtrack aber durchaus empfehlen, erinnert mich geringfügig an den aus X-Kaliber 2097.

Die Soundeffekte sind nicht ganz so herausragend, eher durchschnittlich aber sie passen zum Geschehen.
3,79 / 5

Steuerung

Da es hier irgendwie mehrere Spiele in einem sind, ist dies ein schwieriger Punkt in der Bewertung von The Lawnmower Man.

Wenn die Tanksäulen mal wieder frech werden…

Run and Gun Passagen

Hier ist die Steuerung erstaunlich gut gelungen, alles läuft sehr dynamisch ab und ist intuitiv sehr gut erlernbar. Gerade das Schießen läuft super, das Springen ist etwas zu filmisch aber keineswegs so steif, wie in Judge Dredd.

Ego-Ansicht Flugpassagen

In diesen existiert grundsätzlich ein Momentum, an das man sich gewöhnen muss, um nicht gegen die Wände zu brettern – was man anfangs auf jeden Fall tun wird. Meist muss man nur nach links/rechts ausweichen.

3rd Person Flugpassen

Hier wird es komplexer und man muss nicht nur den Überblick behalten, sondern auch noch teilweise nach oben/unten ausweichen. Dabei auch noch zu schießen funktioniert ganz gut.
3,75 / 5

Spaßfaktor

Insgesamt bin ich aufgrund der Genrekombination recht positiv angetan von dem Spiel. Wirklich spielbar ist es aber aufgrund des höllischen Schwierigkeitsgrades eher mit Save States als ohne.

Es wird immer schräger…

Das wirklich Fiese ist obendrein ist, dass The Lawnmower Man auch noch ohne Passwort- oder Speicherfunktion daherkommt. Somit echt etwas, woran man sich die Zähne ausbeißen kann.

Die Run and Gun Passagen sind reichlich flott und überraschen hinsichtlich der Performance. Man muss ständig aus der Hocke schießen, um den gegnerischen Projektilen auszuweichen, dadurch ist das Spiel irgendwie eher ein „Duck and Gun“.
3 / 5

Bewertung und Fakten

The Lawnmower Man ist ein echt harter Brocken, nicht nur hinsichtlich des Schwierigkeitsgrads, auch was die Bewertung angeht… denn das Spiel hat eigentlich ne Menge zu bieten und hat seinen ganz eigenen Charakter.

Ach ja… Videotheken…
  • Manchmal viel los auf dem Bildschirm
  • Gute Genre-Mischung
  • Ordentliche Action
  • Man kann nichts einstecken
  • SEGA MS Grafik
  • Zu harte Flugpassagen

Die Run and Gun Passagen machen Spaß und sind schön dynamisch, die Flugpassagen sind eine interessante Abwechslung, die nicht ganz so gut ausbalanciert wurde.

Zusätzlich ist The Lawnmower Man auch noch zu zweit spielbar und somit auf jeden Fall für kooperative Spieler eine solide Empfehlung. Der stetige Soloplayer sollt aber auch mal einen Blick in das Spiel werfen, einfach weil es obendrein noch saubillig ist.

Genre: Run and Gun / Railshooter
Preis: circa 10€ bis 15€ Euro bei ebay
Schwierigkeit: Sehr schwer

Atmosphäre / Story: 4 / 5
Grafik: 3,5 / 5
Spielmechanik / Gameplay: 4 / 5
Musik und SFX: 3,75 / 5
Steuerung: 3,75 / 5
Spaßfaktor: 3 / 5

Gesamt: 3,67 / 5

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